Familien – Im Wandel der Zeit

Was bedeutet Familie?

Na klar, eine Familie…das ist doch einfach. Oder? Der Duden gibt an, eine Familie sei eine (Lebens-)Gemeinschaft aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und einem Kind.  Im Laufe der Zeit hat sich die Familienstruktur jedoch verändert. Heute spielt in Familien Gleichberechtigung eine große Rolle. Auch emotionale Nähe zwischen den Ehepartnern, gemeinsame Interessen, Rücksichtnahme und überhaupt eine gewisse Zugewandheit sind Merkmale moderner Ehen und Familien. Damals war die (Groß-)Familie eher funktional orientiert. Heute hingegen spielt Liebe eine übergeordnete Rolle. Wir suchen uns unsere Partner beispielsweise selber aus. Wir achten dabei auf Charakter, Aussehen und Gemeinsamkeiten. Unsere Vorfahren haben, wenn sie überhaupt mitentschieden haben, darauf geachtet, ob der Partner eine gute Partie ist. Hat eine junge Frau Eltern mit einem großen Hof, dann spielte er in der ersten Liga bei der Partnerwahl. Trotzdem ist die Definition von Familie maßgeblich von kulturellen und historischen Kontexten abhängig. Wir bekommen also andere Antworten, je nachdem, wen wir fragen. Unser weit verbreitetes Modell „Mutter-Vater-(ein bis zwei)-Kinder“ ist nur eines von vielen. Es gibt unfassbar viele Formen, in denen Familien existieren können. Patchwork-Familien, Alleinerziehende, Kleinfamilien, Großfamilien, Familien mit gleichgeschlechtlichen Elternteilen sind nur ein paar Beispiele, sodass deutlich wird, wieviele verschiedene Möglichkeiten der Lebensgestaltung es hier für uns alle gibt.

Familie – systemisch gesehen

Systemisch gesehen, besteht jede Familie aus seinen verschiedenen Mitgliedern und den Beziehungen, die diese untereinander haben. Wichtig sind bei der Betrachtung der Familie jedoch nicht die einzelnen Personen, sondern die Beziehungen untereinander. Wer versteht sich gut oder gar nicht mit wem? Welche sich-wiederholenden Muster gibt es? Nach welchen Spielregeln wird gespielt? Wer hat welche Rolle? Was wird von einer Generation zur nächsten weitergegeben (So wie die Tochter eine Ausbildung zur Krankenschwester machen soll, weil die Mutter den Beruf so gern erlernt hätte)?

Wichtig für das System Familie sind außerdem Grenzen. Familien grenzen sich nicht nur zu anderen Familien (Systemen) ab, sondern auch untereinander (Kinder gegenüber Eltern; Eltern gegenüber Großeltern). Wenn man sich also eine Familie systemisch anschaut, sieht man nicht die Mutter, den Vater und das Kind, sondern vielmehr die Zwischenräume. In Familie suchen und finden wir meistens Wohlbefinden, Familie ist der Ort, an dem wir so sein dürfen wie wir sind. In Familie lernen Kinder Normen, Werte, Gesetze und Grenzen, die sie für das Leben in der Gesellschaft benötigen. Mit ihren Geschwistern lernen sie streiten, sich unterzuordnen, zurückzustecken oder sich etwas zu erkämpfen. Grade weil sich in den letzten Jahren so viele neue Möglichkeiten ergeben haben, das Familienleben zu gestalten, sind viele Eltern verunsichert. Ist die getroffene Entscheidung richtig? Soll unser Baby bei uns im Bett schlafen? Will ich mit 6 Monaten abstillen? Ist Gläschenkost schädlich? Vielleicht erhaltet ihr hier auf http://www.abenteuer-familienleben.de noch ein paar Anregungen für euer Familienleben, euren Erziehungsstil oder eure Beziehungen.

Was haben eure Familien euch mitgegeben? Was ist euch besonders wichtig, für eure eigene Familie?

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