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Familienleben und Alltag entspannter organisieren

8 Tipps für gestresste Eltern

Wenn man mal einen Blick auf unsere Familie wirft, fallen wir auf. Ja klar, dafür gibt es viele Gründe. Aber oft fallen wir auf, weil wir drei Kinder haben. Manchmal geht unsere Autotür auf und die Kids holpern nach und nach, wie die Lemminge, aus unserem Auto und dann bleiben Menschen stehen und schauen. „Das war das Letzte“ rutscht es mir dann auch schon mal raus. Ich nehme es mittlerweile mit Humor. Da, wo der Durchschnittsdeutsche 1,57 Kinder (nachzulesen auf der Seite des statistischen Bundesamtes) hat, leuchten wir, wie eine McDonalds-Leuchtreklame in der Wüste. Gut, dass die beiden kleinen nicht mehr gleich groß sind, so sieht nicht mehr jeder, dass sie Zwillinge sind. DAS finden andere Menschen nämlich seeeeehr spannend. Aber ich schweife ab.

Ich werde oft gefragt, wie ich „das alles“ so organisiere. „Das alles“ meint: Drei Kinder, einen Hund, mindestens 20 flexible Stunden Arbeitszeit, Fortbildungen, eigene Hobbys, Hobbys der Kinder, Haushalt und Ehe.

An manchen Tagen saß ich da und war kurz vorm Durchdrehen, weil ich nicht wusste, wie ich das alles schaffen soll. Dreihundert Telefonate, Kleinigkeiten die erledigt werden müssen, Kinder die abgeholt, weggebracht oder beaufsichtigt werden müssen, Termine bei der Arbeit…! Jetzt sind alle drei Kinder in der Schule und Übung macht den Meister. Es läuft. Im Prinzip sind es nur ein paar Kniffe, die mir zu einem relativ entspannten Alltag helfen.

Die Woche gemeinsam durchsprechen und planen

Wir setzen uns am Wochenende immer zusammen und sprechen die Woche durch. Dazu nehmen wir unsere verschiedenen Kalender und gleichen diese ab. Zusammen führen wir einen digitalen Kalender mit unseren Handys. In diesen Kalender tragen wir alle Termine ein, die einen von uns oder die Kids betreffen. Wir können auch wiederkehrende Termine eintragen, wie der wöchentliche Reitunterricht der Mädchen. Ich persönlich führe zusätzlich einen ziemlich ausführlichen Kalender (Filofax 025808 Personal Malden, ochre)* mit Kalendereinlagen, bei denen eine Woche auf zwei Seiten verteilt ist. Sicher fragst du dich, wieso ich zusätzlich noch einen Papierkalender führe. Bei meiner Arbeit mache ich täglich viele Termine aus. Wenn ich mit Klienten zusammensitze, möchte ich nicht das Handy zücken, um Termine zu notieren. Ich muss auch auf einen Blick sehen, wie ich alle anderen Termine an dem Tag miteinander koordiniere und das kann ich nur, wenn ich alles auf dem Papier vor mir liegen habe. Da bin ich ziemlich vintage;) Aber gut, da ist ja jeder anders. Ich finde Kalender total hilfreich und würde ohne Kalender ganz schnell untergehen. Wenn wir dann die Woche durchsprechen, teilen wir auf, wer wann wohin fährt. Einmal in der Woche kommt meine Schwiegermutter und nimmt die Kinder nach der OGS in Empfang, so dass wir an einem Tag beide länger arbeiten können. Wir sprechen auch ab, wer welche Geschenke für (Kinder-)Geburtstage kauft, wer morgens mit dem Hund raus geht, wer wann zum Sport geht etc. Wir schauen auch, wann ein gemeinsamer Freigang Ausgang möglich ist. Hierfür muss dann natürlich unsere Babysitterin angefragt werden.

Priorisieren

Manchmal kommt es vor, dass wir zwei Termine zur gleichen Zeit haben, dann klären wir, wer sich ums Verschieben oder Absagen kümmert. Ganz klar ist, dass nicht immer alles geht, weswegen wir in unseren Alltag Prioritäten bringen. So schieben wir Arzttermine, die zeitlich nicht dringend sind, auf Wochen, die entspannter sind. Vielen Menschen hilft hierbei und auch für dienstliche Aufgaben die Eisenhower-Matrix.

Anhand dieser Matrix kannst du deine anstehenden Aufgaben kategorisieren. Grade wenn ich das Gefühl habe, ich habe zu wenig Hände und der Tag zu wenig Stunden, hilft mir das. Alles was „Wichtig und dringend“ ist, steht auf meiner To-Do-Liste ganz oben. Das erledige ich sofort und selber. Die Sachen die „Wichtig, aber nicht dringend“ sind, nehme ich mir für einen bestimmten Zeitpunkt vor, der auch fest terminiert wird. Für sowas nutze ich gerne die Zeit, wenn die Kinder noch in der OGS sind oder wenn ich erst später zur Arbeit muss und morgens etwas Zeit habe. Oft geht es um Telefonate, die Konzentration erfordern oder Telefonate mit Verwandten oder Freunden (die dauern auch gern mal länger *hust*. Und jeder der Kinder hat, weiß, wie chillig es ist, zu telefonieren, wenn der Nachwuchs in voller Zahl anwesend ist. Was „dringend, aber nicht wichtig“ ist, kann man nach der Eisenhower-Matrix gern delegieren. Für mich sind das Aufgaben wie Tisch-decken, Brot oder Brötchen besorgen. Die Aufgaben der Kategorie delegiere ich gerne an die Kinder, die sich immer meistens freuen, helfen zu dürfen. Grade ToDos, die nicht Hundertprozent sorgfältig ausgeführt werden müssen, kann auch jemand anders übernehmen. Tja und dann wäre da noch die letzte Kategorie „nicht wichtig und nicht dringend“. Das sind üblicherweise Papiere oder to-dos, die sich auf meinem Schreibtisch oder einer meiner Listen stapeln, die ich mal aufbewahre, für den Fall dass,…! Eigentlich trifft dieser Fall nie ein, deswegen miste ich irgendwann aus und der ganze Kram wandert in den Mülleimer. Zuvor ist dann der Punkt <Schreibtisch aufräumen> in die „Wichtig, aber nicht dringend“-Kategorie gerutscht, weil ich keinen freien Zentimeter auf meinem Schreibtisch finden kann. Manchmal wird’s dann auch ganz flotti „Wichtig und dringend“, nämlich dann, wenn ich etwas wichtiges suche oder etwas erledigen muss.

Viel Zeit in der Woche nehmen auch die ganzen Verabredungen und Kinderhobbys ein. Hier hat es mir geholfen, mit den Kindern zu überlegen, was sie machen wollen. Bei den verbleibenden Terminen haben wir nach Anbietern vor Ort geschaut so weit das möglich ist. Denn so sparen wir Fahrtzeit und eröffnen uns die Möglichkeit, dass die Kinder selbstständig zu ihren eigenen Terminen laufen/fahren können. Man glaubt das nicht, aber dieses Neu-Sortieren hat mir viel Zeit geschenkt. Und ganz nebenbei lernen die Kinder schon Prioritäten zu setzen.

Outsourcen und Entlastung schaffen

Ein weiterer Lichtblick in meiner vollgepackten Woche, sind die Tage, an denen meine Schwiegermutter bei uns ist und um 15 Uhr die Kids in Empfang nimmt. Ich muss einfach auch mal nachmittags arbeiten und sie macht mir das möglich. Ich liebe es auch, wenn ich abgekämpft nach hause komme und sie warmes Essen für mich zurückgestellt hat. Ebenso wie unsere Babysitterin verschafft meine Schwiegermutter uns Freiraum, den wir vielfältig nutzen. Und ganz oft ist die Küche schön sauber. Liebe Schwiegermutter, falls du das liest: vielen Dank! Für Familien mit kleinen Kindern gibt es in fast allen größeren Städten ein Angebot, welches „Wellcome“ heißt. Die sogenannten Wellcome-Engel kommen beispielsweise einmal wöchentlich um Babys spazieren zu fahren und so die Mütter zu entlasten oder Freiräume für QualityTime mit Geschwistern zu schaffen. Wenn unsere Babysitterin an einem Abend kommt, dann gehen wir meist essen. Kinofilme fangen uns einfach zu spät an, wir sind absolute Schlafmimosen. Dennoch ist die Paarbeziehung etwas, was im Alltag auf keinen Fall zu kurz kommen darf und jeder muss für sich schauen, wie das gelingen kann.

Zwischen-, und Randzeiten nutzen

Neben der Paarbeziehung darf ich aber auch nicht zu kurz kommen. In den letzten Jahren habe einige neue Hobbys gefunden und einige beendet. Ich ziehe aber am meisten Energie, wenn ich ganz ordinär einfach nur rumsitze und mir Kopfhörern ein Hörbuch höre. Dafür nutze ich meistens die Randzeiten, vor oder nach der Arbeit bevor die Kinder zuhause einfallen. Das hilft mir ungemein die Eindrücke von der Arbeit hinter mir zu lassen und mich ganz auf Zuhause einstellen zu können. Na gut, manchmal nutze ich diese Lücken ich zum einkaufen. Und ganz hin und wieder auch für den Haushalt. Meistens erledigt mein Mann die Einkäufe auf dem Heimweg der Arbeit, das ist sehr praktisch.

Lerne NEIN zu sagen

Die größte Erleichterung in der Organisation des Alltags und des Familienlebens verspüre ich aber tatsächlich, seit ich es schaffe, auch mal NEIN zu sagen. Es passiert mir wirklich oft, dass ich bemerke, wie in Besprechungen oder Runden bei Arbeitsaufträgen oder Bitten die Hand hoch rutscht, die andere Hand drückt sie dann aber manchmal sanft wieder runter. Ich habe grade im letzten Jahr gelernt, dass ich nicht auf jeder Hochzeit tanzen muss und das fühlt sich herrlich an. Wie oft habe ich für Feste etwas vorbereiten wollen und es dann auf den letzten Drücker mit Ach und Krach nur rechtzeitig geschafft? Ich helfe wirklich sehr gern, aber ich überlege mir, wo es notwendig ist und wo es noch genug andere willige Helfer gibt. Und hier schließt sich eine weiterer wichtiger Punkt an.

Sei gnädig zu dir

Du musst gnädig zu dir sein. Dein Umfeld ist es nämlich meistens, nur du selbst bist es nicht. Sei gnädig zu dir, wenn es einen gekauften, statt eines selbstgebastelten Adventskalenders gibt. Und wenn du es heut nicht geschafft hast zu bügeln. Und wenn du die Gute-Nacht-Geschichte unauffällig abkürzt, weil du müde bist. Sei auch gnädig mit dir, wenn du mal schimpfst oder motzt. Das passiert. Auch wenn die meisten es nicht zugeben. Aber hilft es irgendwem, wenn du durch die Woche hechtest und versuchst, alle Bedürfnisse zu befriedigen, und du völlig erschöpft auf der Strecke bleibst?

Bereite vor

Und dann gibt es noch etwas, das sich für mich als hilfreich herausgestellt hat: Ich bereite besonders viel vor. Klar kann man sagen, dann hab ich die Arbeit ja trotzdem. Aber ich habe sie in einem Moment, den ich noch gestalten kann. Es macht für mich einen großen Unterschied, ob ich für die Schülerfrühstücke abends alles bereitstelle oder es morgens in Anwesenheit von drei hungrigen, müden Halbstarken machen muss. Ich lege auch abends schon die Kleidung der Kids für den nächsten Tag raus, dann läuft das morgens reibungsloser. All das ist nicht in Stein gemeißelt, vieles verändert sich immer mal wieder im Laufe der Zeit, aber da muss man flexibel sein und die Situation den aktuellen Gegebenheiten anpassen. Und mit all diesen Punkten habe ich es geschafft, den Familienalltag Stück für Stück zu entstressen. Natürlich passt nicht jeder Punkt zu jeder Familie in jeder Situation, aber ich bin mir ganz sicher, dass du es schaffen kannst, deinen Alltag stressfreier zu gestalten.

Hier nochmal als übersichtliche Liste

  • Woche gemeinsam durchsprechen
  • Priorisieren (beispielsweise mit der Eisenhower-Matrix)
  • Zwischen-, und Randzeiten nutzen
  • Kalender bzw. gemeinsamer digitaler Kalender
  • Entlastung schaffen und outsourcen
  • sei gnädig mit dir selbst
  • lerne NEIN zu sagen
  • Vorbereitung

Was hilft euch, Struktur in euren Alltag zu bringen? Welche Tipps habt ihr?

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Toxische Menschen – erkennen

10 Merkmale, an denen du toxische Menschen erkennst

Kennst du das? Du bist mit deiner Freundin oder deinem Partner unterwegs und in deinem Bauch ist dieses Gefühl. Du kannst es schwer beschreiben. Ihr verabschiedet euch, aber das Gefühl bleibt. Du zweifelst an dir selbst, bist im Innersten traurig und fühlst dich einfach nur leer und nutzlos. Dir ist nur zum weinen zumute. Als hätte irgendetwas deine komplette Energie aus deinem Körper gesogen. Du bemerkst dieses Gefühl nicht zum ersten Mal, sondern stellst fest, dass es dir nach den Treffen mit dieser einen Person immer so geht. Wenn deine Freundin die folgenden Verhaltensweisen zeigt, sind die Chancen hoch, dass du an einen sogenannten Energievampir, also an eine toxische Person geraten bist. Ich erkläre dir, an welchen 10 Verhaltensweisen du toxische Menschen in deiner direkten Umgebung erkennen kannst.

Sicher hast du jetzt direkt mindestens eine Person im Kopf, die bei dir dieses ungute Bauchgefühl auslöst. Aber handelt es sich wirklich um eine toxische Person oder hat deine Freundin vielleicht nur einen schlechten Charakterzug? Denn sein wir mal ehrlich! Wer ist schon ohne Fehler? Ich bin der Meinung, dass hier die Menge und die Ausprägung unangenehmer Eigenschaften schon sehr entscheidend ist. Deswegen habe ich mal gesammelt. Und raus kam dabei eine Liste mit zehn Eigenschaften und Merkmalen, die meiner Meinung nach bei toxischen Menschen besonders häufig und besonders intensiv vorkommen. An diesen 10 Merkmalen erkennst du toxische Menschen ganz sicher.

10 Anzeichen, um toxische Menschen zu erkennen

Toxische Menschen sind überdurchschnittlich oft…

1. …grenzüberschreitend

Jaaaaa, genau. Deine Freundin kennt einfach keine Grenzen. Sie ruf dich an, wann sie möchte. Ob du gerade arbeiten bist, interessiert sie nicht. Oder sie kommt einfach vorbei. Auch wenn oder gerade weil du gerade KEINE Zeit hast und sie da genau weiß. Ein „Nein“ ist für sie kein „Nein“. Sie will dich! Für sich allein! Wann sie es will!

2. unehrlich

Die toxische Person lügt und lästert. Sie erzählt Dinge, die nicht stimmen, um sich selbst in ein anderes Licht zu stellen. Dabei geht sie über Leichen, denn wie es anderen dabei geht, ist ihr ganz egal. Besonders brenzlich wird es übrigens, wenn die toxische Person aus dem Arbeitsbereich kommt. Denn hier können die erzählten Lügen weitreichende, negative Folgen haben.

3. …wenig bis garnicht empathisch.

Kennst du das? Du unterhältst dich mit deiner Bekannten und sie hört garnicht zu? Egal, was du einbringst, in ihrer Antwort geht es nur um Eines: SIE! Besonders gerne katapultieren sie sich vollkommen aus dem Nichts in die Opferrolle. Deine Bedürfnisse nimmt sie garnicht wahr und wenn doch, dann sind sie ihr egal.

4. …egozentrisch

Alles dreht sich um sie, sogar die Welt. Sie können alles, sie wissen alles. Da ist es ja wirklich kein Wunder, dass die Erde sich dieses Zentrum ausgesucht hat;)

5. …intrigant

Die toxische Person lästert nicht nur, sie macht dies sogar mit einem Sinn. Gekonnt hier und da ein bestimmtes Gerücht verbreitet und schon erreicht sie ihr Ziel. Meist ist das Ziel, das eigene Selbstwertgefühl zu steigern und sich besser zu fühlen, sich über andere zu erheben.

6. …manipulativ

Toxische Menschen möchten ihren Willen und den holen sie sich, egal wie. Lehnt man ihnen einen Wunsch ab, zeigen sie sich in ihrer Königsdisziplin: Doppeldeutige Botschaften. „Ok, dann geh doch, wenn du meinst, dass der Geburtstag deines Mannes jetzt wichtiger ist.“ Sie reden dir Schuldgefühle ein, so dass sich letztendlich nur einer schlecht fühlt. Du! In Gesprächen pauschalisieren sie:“Du machst IMMER…“ oder „Alle sind…“. Und dann im nächsten Moment zeigen sie dir all ihre Zuneigung und machen dir ein Kompliment. Da darf man garnicht länger sauer sein.

7. …sicher das Opfer zu sein.

Ich habs in Punkt 3 schonmal angedeutet. Deine Freundin ist immer das Opfer. Ihr passieren Dinge, die gibt es garnicht. Wenn ihr euch streitet oder du Dinge ansprichst, die dir aufgefallen sind, dann wird sie in kurzer Zeit alles so drehen, dass sie das Opfer ist und du der Täter. Da sind sie selber einer heimtückischen Intrige zum Opfer gefallen und du glaubst das auch noch.

8. …nie schuld

Wenn du sie ihrer Lügen überführst, dann kann alles gegen sie sprechen. Aber sie wird nie Schuld sein. Sie wird sagen, dass sie das nur in deinem Sinne erzählt habe oder der Dritte habe alles ganz falsch wiedergegeben. Am Ende wird sie dich wahrscheinlich sogar als undankbar hinstellen und illoyal, denn du glaubst ihr nicht. Denk an Punkt 7, sie ist immer das Opfer.

9. …immer im Recht und machen alles richtig, während du alles falsch macht.

Wenn ihr euch unterhaltet und ihr seid unterschiedlicher Meinung, dann kann deine toxische Bekanntschaft dies nicht gelten lassen. Auch hier wird sie die unterschiedlichen, bereits genannten Kommunikationsstrategien nutzen, um dir zu zeigen, wer der Stärkere ist.

10. ..missgünstig

Sie kann es nicht leiden, wenn dir etwas gelingt. Deswegen wird sie deinen Erfolg schlecht machen. Hast du einen tollen neuen Job, weiß sie, dass der Betrieb schlecht läuft. Hast du den Zuschlag für dein Traumhaus bekommen, prophezeit sie einen Schimmelbefall in ein paar Jahren. Wenn du im Urlaub bist, erzählt sie dir schlechte Nachrichten, von denen sie weiß, dass sie dir die Laune verhageln. Meist stellen sich die Nachrichten übrigens als Unwahrheiten heraus.

Toxische Arbeitskollegen

Auch in Gruppen und bei der Arbeit sorgt eine toxische Person für ein wirklich unangenehmes Klima, indem sie den verschiedenen Personen verschiedene Informationen zusteckt. Auch hat sie immer massive Beschwerden vorzubringen, so dass die Grundstimmung negativ bleibt. Die Ideen und Einwände anderer Gruppenmitglieder oder Arbeitskollegen werden ins lächerliche gezogen oder schlecht gemacht.

Diese Personen können euch überall begegnen. Ihr Lebensraum erstreckt sich von Vereinen, Freundeskreisen, Teams bis hin zu Familien. Besonders als emphatischer Mensch seid ihr für diese Blutsauger ein gefundenes Fressen. Aber natürlich kommt es bei den Verhaltensweisen darauf an, in welcher Menge und Intensität gezeigt werden. Eine Freundin, die eine von diesen Verhaltensweisen zeigt, ist sicher noch kein toxischer Mensch. Wobei ich denke, dass am Ende das eigene Gefühl zählt, was man in der Gegenwart der Person hat. Wenn das Gefühl immer negativ und niederschmetternd ist, dann ist allein das Grund genug, zu prüfen, ob ich nicht ohne die Person besser dran bin.

Bist du schon toxischen menschen begegnet? Oder konntest du dich schon erfolgreich trennen? Wie hast du es geschafft, damit umzugehen? Ich bin gespannt, auf deinen Kommentar.

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Beurteilen und verurteilen

Warum wir nicht über andere urteilen sollten?!

…und wie wir uns vor denen schützen, die es dennoch tun.

Welche Mama kennt das nicht? Kennen Papas das auch? Im Kindergarten, in der Grundschule oder auf dem Spielplatz treffen sich zwei oder mehr bekannte Mütter und nicht selten hört man dann etwas wie:

„Schau mal, ist die schon wieder schwanger?“

„Bringt die ihr Kind schon so früh, der ist ihre Arbeit wohl wichtiger, als das Wohl des Kindes?!“

„Schau mal, der kleine Michael hat einen dreckigen Pulli an. Ist der Mama das ganz egal?“

Warum stecken wir Menschen in Schubladen?

Uff, dachte ich mir oft. Das macht ein komisches Gefühl bei mir. Manchmal bin ich froh, dass nicht über mich gesprochen wird. Aber manchmal wird auch über mich gesprochen. Ist ja klar, ich habe ungefähr doppelt so viele Kinder, als der Bundesdurchschnitt. Ich habe jung Kinder bekommen. Das erschreckt. Das eröffnet viel Raum für Spekulationen. 

Aber was passiert da eigentlich? Eine Person sieht etwas. Dann sie dem Gesehenen eine Bedeutung. Dann bewertet sie das Gesehene. So pauschal-so einfach. Aber genau das führt zu den Situationen, die ich oben beschrieben habe. Denn beim Bewerten und Beurteilen werden die eigenen Maßstäbe und Wertvorstellungen angesetzt. Aber was ist, wenn beide andere Wertvorstellungen haben? Genau, das fällt auf. Aber was ich jetzt damit mache, ist ganz allein meine Entscheidung. Ich kann mit anderen Menschen thematisieren, wie wenig ich von der Handlung der anderen Person halte. Ich kann es sehen und vergessen. Oder ich sehe es und speicher´ es ab, als Handlungsalternative: „Wieder was dazu gelernt“. 

„Ach, macht doch nix“

Wenn wir andere Menschen nach unseren Maßstäben beurteilen und verurteilen, dann tun wir Ihnen damit Unrecht. Wir verletzen sie. Und wir kennen weder die Hintergründe noch die Geschichte, die hinter allem steht. Alleine deswegen steht es niemandem zu, unsere Entscheidungen zu sezieren und sie zum Thema mit Freundinnen zu machen.

„Walk a mile in my shoes,

see what i see

hear what i hear

feel what i feel

than maybe you’ll understand

why i do, what i do

´till then, don’t judge me.“

*Autor unbekannt*

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Es gibt Menschen, die müssen ständig thematisieren, was der tut oder was die eben grade nicht tut. Oder nach dem Aussehen beurteilen. Lästern ist für diese Menschen einfach wichtig. Aber was sagt das über diese Personen aus? Es gibt da dieses schöne Zitat:

„Was Susie über Sally sagt, sagt mehr über Susie als über Sally“.

*Autor auch unbekannt*

Und jetzt kommt die gute Nachricht: Genau so ist es. Susie hat eigentlich selber irgendein Problem. Vielleicht will sie von irgendetwas ablenken oder ist unzufrieden mit sich und ihrem Leben. Da schaut man eben lieber woanders in die Fenster, als in die eigenen. Vielleicht ist Susies Leben auch einfach nur uninteressant? Vielleicht ist Susie etwas unsicher, wenn sie etwas unbekanntes oder ungewohntes sieht und startet dann lieber einen Angriff? Und vielleicht fehlt es Susie an Mut. Denn sie äußert ihre Meinung ja nicht laut und öffentlich. Sie fragt nicht direkt, sie bevorzugt das „Hintenrum“.

Du kannst diese Menschen, lass uns bei Susie bleiben, nicht ändern. Vielleicht bekommen sie irgendwann selber mit, dass das echt hässlich ist, sich so zu verhalten. Die Chancen stehen gering. Aber es ist nicht alles verloren. Du kannst was tun. Du kannst dich selbst schützen. Lies dir die Sätze immer wieder durch und erinner´ dich daran, was ihr Handeln über die Personen selber aussagen könnte (das sind Vermutungen, die Wahrheit können wir ja nicht kennen).

Wie kannst du dir das lästern, beurteilen und verurteilen abgewöhnen?

Angenommen, du bemerkst jetzt, dass auch in dir eine kleine Susie steckt…nur manchmal…und ganz klein? Das ist nicht schlimm. Jeder fühlt sich mal so. Aber dass du dich selbst hinterfragst, zeichnet dich aus! Wie kannst du diese Eigenschaft ablegen? Vielleicht helfen dir dabei folgende Gedanken: Ich bin mir wirklich ganz sicher, dass jeder Mensch das Beste gibt. Immer! Aber mein Bestes ist nicht dein Bestes. Aber ich bin mir ganz sicher, dass kein Mensch sich dazu entschließt, nicht alles zu geben, sondern etwas zurückzuhalten. Und dieses Wissen lässt manche Menschen in einem anderen Licht strahlen. Sei auch du zufrieden mit dir. Ganz sicher gibst auch du jeden Tag dein Bestes. Wenn alle nicht so hart zu einander sind und jeder ein bisschen mehr akzeptiert, dann wären vor allem wir Mütter wesentlich entspannter. Leben und leben lassen. 

Kennst du solche Situationen? Wie gehst du damit um? Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Geschwister

Geschwister – Rivalen und Vertraute zugleich!

Die längsten und bedeutendsten Beziehungen unseres Lebens haben wir zu unseren Geschwistern. Kein Mensch begleitet uns so lange und so intensiv.

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Geschwister kann man sich nicht aussuchen und auch, wenn ein Geschwisterteil den Kontakt abbricht, besteht die Beziehung fort. Aber: keine andere Beziehung ist so ambivalent. Unsere Gefühle zu unseren Brüdern oder Schwestern können zur gleichen Zeit jede Facette menschlicher Stimmungen annehmen, die möglich ist. Beispielsweise kann ein Kind seinen Bruder leidenschaftlich lieb haben, aber gleichzeitig furchtbar wütend über ihn sein.

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Familien – Im Wandel der Zeit

Was bedeutet Familie?

Na klar, eine Familie…das ist doch einfach. Oder? Der Duden gibt an, eine Familie sei eine (Lebens-)Gemeinschaft aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und einem Kind.  Im Laufe der Zeit hat sich die Familienstruktur jedoch verändert. Heute spielt in Familien Gleichberechtigung eine große Rolle. Auch emotionale Nähe zwischen den Ehepartnern, gemeinsame Interessen, Rücksichtnahme und überhaupt eine gewisse Zugewandheit sind Merkmale moderner Ehen und Familien. Damals war die (Groß-)Familie eher funktional orientiert. Heute hingegen spielt Liebe eine übergeordnete Rolle. Wir suchen uns unsere Partner beispielsweise selber aus. Wir achten dabei auf Charakter, Aussehen und Gemeinsamkeiten. Unsere Vorfahren haben, wenn sie überhaupt mitentschieden haben, darauf geachtet, ob der Partner eine gute Partie ist. Hat eine junge Frau Eltern mit einem großen Hof, dann spielte er in der ersten Liga bei der Partnerwahl. Trotzdem ist die Definition von Familie maßgeblich von kulturellen und historischen Kontexten abhängig. Wir bekommen also andere Antworten, je nachdem, wen wir fragen. Unser weit verbreitetes Modell „Mutter-Vater-(ein bis zwei)-Kinder“ ist nur eines von vielen. Es gibt unfassbar viele Formen, in denen Familien existieren können. Patchwork-Familien, Alleinerziehende, Kleinfamilien, Großfamilien, Familien mit gleichgeschlechtlichen Elternteilen sind nur ein paar Beispiele, sodass deutlich wird, wieviele verschiedene Möglichkeiten der Lebensgestaltung es hier für uns alle gibt.

Familie – systemisch gesehen

Systemisch gesehen, besteht jede Familie aus seinen verschiedenen Mitgliedern und den Beziehungen, die diese untereinander haben. Wichtig sind bei der Betrachtung der Familie jedoch nicht die einzelnen Personen, sondern die Beziehungen untereinander. Wer versteht sich gut oder gar nicht mit wem? Welche sich-wiederholenden Muster gibt es? Nach welchen Spielregeln wird gespielt? Wer hat welche Rolle? Was wird von einer Generation zur nächsten weitergegeben (So wie die Tochter eine Ausbildung zur Krankenschwester machen soll, weil die Mutter den Beruf so gern erlernt hätte)?

Wichtig für das System Familie sind außerdem Grenzen. Familien grenzen sich nicht nur zu anderen Familien (Systemen) ab, sondern auch untereinander (Kinder gegenüber Eltern; Eltern gegenüber Großeltern). Wenn man sich also eine Familie systemisch anschaut, sieht man nicht die Mutter, den Vater und das Kind, sondern vielmehr die Zwischenräume. In Familie suchen und finden wir meistens Wohlbefinden, Familie ist der Ort, an dem wir so sein dürfen wie wir sind. In Familie lernen Kinder Normen, Werte, Gesetze und Grenzen, die sie für das Leben in der Gesellschaft benötigen. Mit ihren Geschwistern lernen sie streiten, sich unterzuordnen, zurückzustecken oder sich etwas zu erkämpfen. Grade weil sich in den letzten Jahren so viele neue Möglichkeiten ergeben haben, das Familienleben zu gestalten, sind viele Eltern verunsichert. Ist die getroffene Entscheidung richtig? Soll unser Baby bei uns im Bett schlafen? Will ich mit 6 Monaten abstillen? Ist Gläschenkost schädlich? Vielleicht erhaltet ihr hier auf www.abenteuer-familienleben.de noch ein paar Anregungen für euer Familienleben, euren Erziehungsstil oder eure Beziehungen.

Was haben eure Familien euch mitgegeben? Was ist euch besonders wichtig, für eure eigene Familie?