Allgemein

Was ist Freundschaft?

Tipps und Tricks für neue und alte Freunde

Freunde sind das Salz in der Suppe, der sichere Hafen, der Priester im Beichtstuhl. Sie tätscheln den Kopf und halten unsere Hand, wenn wir das brauchen. Sie kennen unsere düsteren Geheimnisse, aber auch unsere Schandtaten. Wenn ich mit meinem Freundinnen quatsche, dann darf uns auch niemand zuhören.

Wie wichtig sind Freunde?

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Aber was heißt das? Jeder Mensch braucht andere Menschen zum leben. Schon direkt nach der Geburt sind wir auf unsere Eltern angewiesen. Am besten ist es natürlich, wenn wir uns möglichst mit Menschen umgeben, die gut für uns sind. Menschen, die ehrlich, hilfsbereit und liebevoll sind. Rückhalt bietet uns in der Regel die Familie. Grad in den ersten Lebensjahren besteht unser Umfeld fast nur aus Geschwistern, Eltern und Großeltern. Je älter wir werden, umso mehr Personen kommen dazu. Und irgendwann werden Freunde wichtig für uns.

Freundschaften in sozialen Medien sind keine richtigen Freundschaften!

Ich glaube, das Wort Freundschaft wird durch Facebook und co. vollkommen entwertet. Dort wird der Begriff so inflationär benutzt, dass wahre Freundschaft bei einigen Menschen vollkommen aus dem Blick geraten ist. Da klickt man auf einen Button und schon hat man einem Freund mehr. DAS ist einfach nicht die Realität. Ich finde, dieses wichtige Thema ist es einfach wert, einen eigenen Blogbeitrag zu bekommen.

Woran erkennt man eine Freundschaft unter Erwachsenen?

Bei Kindern ist es oft so, dass Bekanntschaften und Freundschaften zweckgebunden sind. Unsere Kleinen freunden sich mit den Kindern an, die sie aus ihrer Kindergartengruppe kennen. Oft werden Kinderfreundschaften auch von Müttern gesteuert, denn die kleinen spielen ja so süß, während die befreundeten Mamas gemeinsam Kaffee trinken. Kinder freunden sich auch häufiger mit Kindern an, zu denen es (durch Kinderaugen gesehene) Ähnlichkeiten gibt.

An diesen Merkmalen erkennst du eine Freundschaft

Unter Erwachsenen sieht das ganze wieder anders aus. Es gibt ein paar Dinge, an denen kannst du erkennen, dass es sich bei einer Beziehung um eine waschechte Freundschaft handelt. Denn wir suchen uns unsere Freunde selber aus. Familie ist halt da, da hat niemand eine Wahl. Und auch Kollegen steigen nicht automatisch in die Friendship-Liga auf. Freundschaften unter Erwachsenen haben auch immer einen ganz eigenen Wert für uns, sie sind uns emotional wichtig und wir empfinden sie positiv. Klar, man streitet sich mal. Aber das Grundgefühl in einer Freundschaft ist ein angenehmes. Und, ganz wichtig, sie beruhen auf Gegenseitigkeit.

Wie entstehen Freundschaften?

Wenn wir als Jugendliche oder Erwachsene unseren Dunstkreis erweitern und in Vereine oder Cliquen „eintreten“, nimmt die Anzahl an Freunden zu. Denn genau hier lernt man potentielle Freunde kennen. Dort wo wir etwas gemeinsam tun, schließen wir Kontakte. Im Studium, im Verein oder auf Parties von Freunden fällt dies also besonders leicht. Bist du also auf der Suche nach neuen Freundschaften, dann kannst du natürlich im Internet suchen. Aber eine wahre Fundgrube an realen Buddies tummelt sich wahrscheinlich in der näheren Umgebung. Ich glaube, auf Facebook und auch Instagram findet man Inspiration…aber keine Freunde. Wie auch, wenn ich die Menschen nicht mal wirklich kenne. Also, wieso nicht mal ein neues Hobby beginnen? Wolltest du nicht schon immer einen Kurs in Acrylmalerei beginnen? Oder dich in einem Arbeitskreis mit Gleichgesinnten gegen das Fällen der Bäume im Park einsetzen? Ich habe meine tiefgründigsten Freundschaften im Studium gefunden. Generell ist eins klar: Freundschaften verlangen Aktivität. Willst du neue Freunde, dann musst du was unternehmen. Sie kommen nicht und klopfen an dein Wohnzimmerfenster.

Wie werden aus Bekannten Freunde?

Hast du dann wirklich jemanden zunächst oberflächlich kennengelernt, pflegst du wahrscheinlich lose Kontakt. Man trifft sich, schreibt sich und trifft sich wieder. Die Häufigkeit nimmt zu. Je länger dies dauert, umso intensiver werden die Kontakte. Und dann entsteht Freundschaft. Ihr sprecht über wichtigere, intimere Dinge. Man kann also sagen, erst geht es um Quantität und später um Qualität. Wenn man sich das mal anschaut, wird doch eines klar oder? Es scheint schier unmöglich und unnötig, eine große Anzahl an guten Freunden um sich zu scharen. Denn wirkliche Freundschaften wollen gepflegt werden. Und dann ist es manchmal sinnvoller die bestehenden, wichtigen Freundschaften zu pflegen, als immer mehr Bekannte um sich zu scharen. Aber das darf wirklich jeder für sich selber entscheiden.

Wie werden aus Bekannten Freunde?

Und hier liegt der Haase im Pfeffer. Es braucht vor allem eines, um aus Bekanntschaft Freundschaft werden zu lassen: Zeit! Auch hier zeigt sich wieder die Schwierigkeit, Freunde im Internet zu generieren. Denn wir können ganz viele Nachrichten im Messender hin und her schreiben, eine Freundschaft wächst daraus aber nicht. BFFs müssen wirklich auch reale Nähe haben. Aktuell geht man davon aus, dass nur 1% aller Bekannten wirkliche Freunde sind. Wenig, oder?

Also, was kannst du tun, um Bekannte zu Freunden upzugraden?

  • Es braucht Gegenseitigkeit. Ich sag’s vorweg. Wenn nur einer der beiden Bekannten ein Interesse an einer Freundschaft hat, ist das ganze zwecklos. Ich hab oben ja schon geschrieben, dass das ganze auf Gegenseitigkeit beruhen muss. Freundschaft funktioniert never ever einseitig.
  • Hör zu. Und geh auf das ein, was dein gegenüber dir sagt. Es gibt echt nicht viel schlimmeres, als Menschen, die nicht zuhören und nur von sich reden.
  • Sei ehrlich. Verstell dich nicht, denn dann wird die Freundschaft ewig auf wackeligen Beinen stehen.
  • Trefft euch regelmäßig und unterhaltet euch viel, lange und intensiv. Wenn das klappt und sich gut anfühlt, dann ist das ein gutes Zeichen.
  • Manchmal musst du auch kleine Opfer bringen. Dies sind vielleicht Kompromisse oder Zugeständnisse.
  • Behandele deine Freundin oder deinen Freund so, wie du auch behandelt werden möchtest. Das war jetzt kein wirklicher Geheimtipp, denn das sollte eigentlich für alle menschen gelten, nicht?

Wie hält die Freundschaft ewig?

Jaaaa, es gibt nichts geschenkt. Sogar Freundschaft kostet etwas. Du wirst eindeutig investieren müssen, wenn du deine Freundschaft erhalten willst. Aber das ist nicht so schwer oder?

Halte Kontakt zu Freunden

Informier deine Freundin. Schreib zwischendurch mal, frag nach, was sie macht. Oder ruf an. Denkt aneinander und lasst den anderen davon wissen. Bringt euch kleine Andenken mit oder schreibt zwischendurch mal ne Karte. Sei vertraulich. Wenn ich meiner Freundin etwas erzähle, dann gehe ich davon aus, dass sie mit dieser Information vertrauensvoll umgeht. Ich weiß, dass sie dafür keinen E-Mail-Verteiler einrichtet und ich tue das ebenso wenig. Hierauf muss sich eine Freundin oder ein freund einfach blind verlassen können.

Gute Freunde sind auch in schwierigen Zeiten an deiner Seite

Außerdem ist es einfach wichtig, dass Freundschaft nicht nur im Sonnenschein da ist, sondern auch in schweren Zeiten. Feiern kann ich auch mit Bekannten, aber wenn ich wirklich jemanden zum Händchen-halten oder Kopf-tätscheln brauche, dann können das nur richtige Freunde! Denk an Dinge, die deinem Freund oder deiner Freundin wichtig sind. Meine Freundin weiß wirklich ganz genau, was wann bei mir los ist. Sie merkt sich sowas immer. Ich arbeite hieran noch;)

Frag deine Freundin oder deinen Freund nach Rat. Was gibt es wertschätzerendes? Denn jemanden um Rat fragen, bedeutet dass dir die Meinung des anderen wichtig ist. Setzt euch nicht unter Druck. Wenn deine Freundin sich also mal zwei Tageslicht zurückmeldet, dann schreib am besten keine zornigen SMS, sondern frag nach. Und signalisier Bereitschaft.

Streit mit der Freundin oder dem Freund

Und natürlich gehört es zu einer guten, tiefen Freundschaft, dass man sich mal streitet. Das ist wirklich nicht schlimm. Denke am besten zunächst darüber nach, was du zu der Situation beigetragen hast. Der erste Impuls ist meistens, dass man beim Anderen die ganzen Verfehlungen sieht. Meistens ist das aber nicht die Realität. In eine Freundschaft gehört der Platz für die eigene Meinung. Und die gefällt dem gegenüber nicht immer. Verabredet euch zu einem klärenden Gespräch. Solltest du etwas blödes gesagt haben, denn das passiert mal, dann entschuldige dich aufrichtig. Nimm aber selber auch eine Entschuldigung an, wenn sie kommt. Die meisten Streitereien entstehen durch Missverständnisse. Wir interpretieren etwas, das gesagt wurde auf unsere eigene Weise. Vielleicht hat deine Freundin oder dein Freund aber was ganz anderes gemeint. Solche Missverständnisse kann man aber schnell klären. In einem klärenden Gespräch kannst du mit ein paar Kniffen den Verlauf beeinflussen. Wenn du wirklich gerne etwas klären und lösen möchtest, dann sprich von dir und klage nicht an. Mein wirklicher Geheimtipp lautet: Denk daran, dass du eine Lösung möchtest. Schieß dich nicht auf das Problem ein, sondern fokussiere die Lösung. Und dann klappt das bestimmt.

Unterscheiden sich Männer-, und Frauenfreundschaften?

Ich bin mir sicher, du kennst die Antwort;) Ja, Männer sind anders befreundet als Frauen. Dies beginnt schon beim Focus. Frauen haben Interessen aneinander und besprechen viel, was die jeweils andere betrifft. Du kennst das. Das Gespräch mit der nervigen Kollegin oder die letzte SMS vom heimlichen Schwarm wird bis ins kleinste analysiert, Chancen werden abgewogen. Oder die berufliche Veränderung die ansteht, wird mit allen Risiken und Möglichkeiten abgewogen. Männer hingegen sprechen meist über andere Themen, wie Sport oder andere gemeinsame Interessen. Es geht also in erster Linie nicht um die jeweils andere Person. Frauengespräche gehen tiefer, und unter die Haut. Männergespräche sind oft weniger „intim“. Vielleicht aus diesem Grund empfinden Frauen Konflikte in Freundschaften als schwierig, wo hingegen Männer diese ohne große, seelische Schwierigkeiten überstehen. Hier sage ich nicht, dass die eine oder die andere besser oder wertvoller ist. Nein, sie unterschieden sich einfach. Das liegt wahrscheinlich auch einfach an den verschiedenen Bedürfnissen und Persönlichkeitsstrukturen von Männern und Frauen.

Wenn du zu dem Thema Freunde oder Freundschaften mehr lesen möchtest, dann findest du auf dieser Seite einen interessanten Artikel. Interessieren dich auch wissenschaftliche und psychologische Aspekte, dann ist dieses Buch vielleicht was für dich.

Und du?

Was macht für dich eine gute Freundschaft aus? Was sind die schönsten und bedeutendsten Erlebnisse, die du mit deiner Freundin oder deinem Freund hattest?

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Allgemein, Beschäftigung, Corona, Kinder, spiele

Mit Gesellschaftsspielen durch die Corontäne

Die richtigen Spiele für die ganze Familie

(Werbung, unbezahlt und aus Überzeugung)

Wisst ihr was? Ich bin ein Spiele-Junkie. Jetzt ist es raus. Obwohl ich schon 35 Jahre alt bin, liebe ich es, Gesellschaftsspiele zu spielen. Und das sag ich nicht nur so daher. Und deswegen verrate ich euch nun meinen Nummer-1-Corona-Tipp: spielen, spielen, spielen.

Gesellschaftsspiele, wichtig für die Entwicklung
Gesellschaftsspiele verbinden die Familie

Ja, ich weiß, wovon ich rede!

Ich habe mir im Laufe der Zeit nicht nur viele Spiele zugelegt, sondern habe diese Leidenschaft beruflich ausleben dürfen. Jetzt fragst du dich wahrscheinlich:“Was? Wo geht denn sowas?“ Ich hab als Heilpädagogin Kinder in der sogenannten Frühförderung mit Spieltherapie begleitet. Und da habe ich meistens mit Spielen gearbeitet, weil es für die Kinder ein ganz natürlicher Prozess ist. Wie langweilig ist es denn, wenn ein Kind zum „Üben“ jetzt eine Schale von Perlen auf eine Schnur fädeln muss, zum Training der Feinmotorik? Genau…da hab kein Kind Bock drauf…oder zumindest nicht lange.

Wenn man statt dessen Doktor Bibber seinen kaputten Knochen entfernen muss, ohne dass man den Rand berührt, weil der nämlich sonst laut summt, dann macht den Kids das echt Spaß. Und genau so soll meiner Meinung nach Förderung aussehen. Ich habe es wirklich nie erlebt, dass ein Kind nicht gerne in die Frühförderung kam. Auch hat kein Kind das Bewusstsein entwickelt, es müsse gefördert werden und das ist mir wirklich wichtig.

„Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr“

Plato

In diesem Beitrag nehme ich euch mit, auf eine Reise durch unseren Spielschrank und gebe euch Empfehlungen aus meiner Zeit als „professionelle Spielerin“. Den Förderaspekt lasse ich mal außen vor, denn hier geht es ja in erster Linie darum, diese Zeit zu überstehen.

Worauf achte ich bei neuen Spielen?

Heute war ich wieder bei unserem örtlichen Spielzeugdealer und habe mich beraten lassen. Wir haben zwar viele Spiele, aber in Coronazeiten ist ein wenig Abwechslung ja auch mal nett. Wenn ich für uns als Familie ein Gesellschaftsspiel kaufe, dann achte ich dabei auf folgende Punkte:

  • Anzahl der Spieler: Das Spiel sollte für mindestens 5 Spieler sein. Die meisten Spiele sind für maximal 4 Spieler und das find ich blöd, wir sind ja zu fünft.
  • Es soll flexibel sein. Damit meine ich, dass wir nicht in jeder Spielrunde die gleichen Sachen machen. Spiele wie Lotti Karotti oder Billy Biber sind zwar echte Kassenschlager, aber nach zwei Runden hat man dann auch alles erlebt. Dafür mag ich dann nicht so viel Geld ausgeben. Aus irgendeinem Grund besitzen wir solche Spiele aber doch, weil sie den Kids trotzdem Spaß machen. Und einfach sind sie auch, so dass sie alleine gespielt werden können.
  • Wenn möglich kann man das Spiel auch nur zu zweit spielen. Dann können wir es auch ohne Kinder spielen.
  • Alter der Spieler: Ich suche auch eher Spiele aus, die ab einem Alter sind, welches unsere Kids noch nicht haben. Wir spielen meist gemeinsam und ich weiß, dass sie rein wachsen. Ich finde nichts ärgerlicher, als Spiele, die ihren Reiz viel zu schnell verlieren. Unsere jüngsten Kinder sind Sieben Jahre alt und ich habe jetzt Spiele für Kinder ab 8 Jahren gekauft.
  • Die Dauer des Spiels, also die Spielzeit ist bei uns zweitrangig, aber für viele andere wichtig. Wir haben sowohl Spiele, die kurzweilig sind als auch langandauernde Spiele. Je nach Situation suchen wir uns dann das aus, was wir möchten. Wollen wir einen spannenden Spieleanend, dann verbringen wir Stunden mit Monopoly. Haben wir nur eine halbe Stunde, dann suchen wir uns eher etwas anderes aus.
  • Ganz begeistert bin ich, wenn ein Spiel dann auch noch klein vom Packmaß ist. Dann können wir es nämlich kurzerhand mit ins Wohnmobil nehmen.

Die besten Spiele für Kindergartenkinder

Ich habe mich zurückerinnert, welche Spiele bei den Kindern im Kindergartenalter wirklich gut ankamen. Und ich kann stolz behaupten, beruflich und privat mit viiiiielen Kindern gespielt zu haben. Jedes Spiel habe ich selber mehrfach gespielt. Und so kommt jede Empfehlung wirklich vom Herzen.

  • Obstgarten. Das ist DER Spieleklassiker im Kindergarten und sollte wirklich in keinem Spiegelschrank fehlen. Die kleinen Kinderfinger werden durch das gezielte Picken der Früchte ebenso trainiert, wie die Frustrationstoleranz. Ganz toll ist die Spielidee, bei der alle Spieler gemeinsam gegen den Raben gewinnen oder verlieren. Obstgarten ist kein günstiges Spiel. Jedoch produziert Haba qualitativ hochwertiges Spielzeug aus Holz und bietet zudem einen guten Service bei verlorenen Teilen. Meiner Meinung nach sind Haba-Spiele ihr Geld wirklich wert. (Werbung, aber unbezahlt. Ich spreche hier aus meiner eigenen Erfahrung mit selber bezahlten Artikeln)
  • Spielehaus ist ein Spiel, bei dem die Spieler ihr Männchen einfach die entsprechend gewürfelte Zahl weitersetzen. Klingt langweilig, wird aber dadurch spannend, dass man auf bestimmten Feldern ein Kärtchen ziehen muss. Auf diesen Kärtchen sind Gegenstände, die die Spieler suchen müssen. Hat man sie gefunden, muss man dorthin. Manchmal hat man Glück, manchmal Pech.
  • Ein paar kleinere und günstigere Spiele gibt es auch. Schnell erklärt sind Schokohexe, Gruselino, und Na nu. Diese Spiele locken Kids, damit macht man nix verkehrt.
  • Ubongo junior macht sogar noch unseren siebenjährigen Spaß. Der Vorteil hierbei ist, dass jüngere und ältere Spieler gleichzeitig spielen können, da es verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt.

Die besten Spiele für Grundschüler

Grundschüler können schon ein wenig lesen oder sogar schon flüssig, wenn sie weiter sind. Deswegen eröffnet sich hier nochmal eine ganz neue Spielwelt. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit Schulkindern wirklich gern spiele. Auch hier habe ich jedes Spiel gespielt und empfehle wirklich nur, was sich meiner Meinung nach bewährt hat.

  • Bei einem Spielenachmittag letztens haben wir Blokus kennengelernt. Es gibt nur wenige Regeln und fesselt generationsübergreifend. Versprochen. Wer nur ein wenig Spaß an Knobeln hat, wird dieses Spiel mögen.
  • Auch Just One ist neu in unserem Spielschrank. Auch hierbei gewinnen alle Spieler gemeinsam gegen das Spiel. Es geht darum, sich mit einzelnen Wörtern Begriffe zu erklären, die dann erraten werden müssen. Unsere Kids lieben dieses Spiel und ich auch.
  • Für gemütliche Spieleabende eignet sich hervorragend Trivial Pursuit. Letztens wird ich erstaunt gefragt, ob es das Spiel wirklich noch gäbe. Ja, das gibts noch! Wir haben die Familienedition, bei der Kinder und Erwachsene unterschiedliche Fragen erhalten. Die sind zwar meistens echt schwer, aber da sitzen alle im gleichen Boot.
Trivial Pursuit - Family Edition
  • Für viel Zeit, ich habs oben schonmal angedeutet, empfehle ich den Klassiker Monopoly. Das darf wirklich in keinem Schrank fehlen. Wir haben das Original. Leider hat unser Hund letztens zwei Karten angeknabbert, deswegen liebäugle ich schon seit einiger Zeit mit der Games of Thrones und der Harry-Potter-Edition.
  • Und weil die Liste ja nicht den Rahmen sprengen soll, möchte ich mein absolutes Lieblingsspiel verraten. Alle die mich kennen, wissen das. Ich liebe, mehr als alles andere, Halli Galli. Wenn man die Regeln leicht verändert, ist das Spiel auch mit Kindern im Kindergartenalter schon gut spielbar.

Natürlich kann man all diese Spiele auch gut gebraucht kaufen. Bei den wirklich guten Klassikern zeigt sich allerdings, dass man da bei den einschlägigen Portalen nicht viel spart.

Welche Spiele spielt ihr grade viel? Wo kauft ihr Spiele?

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Erziehung ist Beziehung

Erziehung – was bedeutet das?

Es gibt ja wirklich ganz viele verschiedene Wege, Kinder zu erziehen. Und ja, ich benutze das Wort Erziehung. Ich bin mir ganz sicher, dass es unsere Aufgabe als Eltern ist, unsere Kinder an alles heranzuführen. Mit Erziehung führen wir unsere Kinder an Regeln und Grenzen und auch Erwartungen heran, die es in unserer Umgebung gibt. Und genau hier gibt es krasse Fronten, das ist schon fast wie Krieg. Es gibt die, die finden, Erziehung bedeutet, das Kind in eine vorgefertigte Form zu ziehen oder zu pressen, damit es sich gut anpasst und kein eigenes Gesicht mehr hat. Und es gibt die anderen. Aber mal ehrlich. Es gibt doch nicht nur schwarz und weiß.

Es gibt immer mehr als einen Weg.

Erziehen – ein Unwort

Ich spoiler mal…ich finde nicht, dass Erziehung ein Unwort ist. ich sehe es eher so: Kinder kommen auf die Welt und werden in eine Gesellschaft hineingeboren. Die können sie sich erstmal nicht aussuchen. Von den Eltern und Geschwistern und anderen Bezugspersonen lernen sie zunächst Mimik, Gestik und Sprache. Und wenn sie größer werden, lernen sie von diesen Menschen auch, welche Spielregeln in der Gesellschaft gelten. Das können hier in Deutschland andere sein als in Papua Neuguinea, aber auch im Münsterland andere als in Bayern. In allen Familien gelten andere Spielregeln. Aber diese Spielregeln gibt es und viele von ihnen machen Sinn. Einige nicht. Und genau das meine ich, wenn ich sage, es gibt nicht nur schwarz und weiß. Wir müssen unseren Kindern nicht alle Regeln mit Strafen und Sanktionen beibringen. Wir können selber entscheiden, welche Regeln wir für sinnvoll halten und welche nicht. Auch unsere Kinder sollen das lernen.

Ich möchte, dass meine Töchter und mein Sohn selbstbewusst sind und ihren Kopf benutzen, dass sie abwägen und nicht blind folgen und dass sie in den entscheidenden Momenten widersprechen, wenn dies nötig ist! Das ist sozusagen Familiensache. Und wenn man mit diesem Wissen auf den Weg macht, die eigenen Kinder zu mündigen Bürgern der Welt zu machen, finde ich das gut. Und hierfür nutze ich das Wort Erziehung.

Beziehung oder Erziehung

Viele Mütter, diesen dogmatischen Krieg erwähnte ich oben schonmal, sind der Meinung, dass es in einer Eltern-Kind-Beziehung nur eines geben kann: Erziehung oder Beziehung. Ich sehe das anders. Beides ist wichtig, denkt an die Schwarz-Weiß-Sache. Auch in Pädagogik und Psychologie ist nicht alles klar abzugrenzen, die Übergänge sind fließend. Und so ist es hier auch. Wieso ich das glaube?

Erziehung mit Erziehung

Schaut man sich den Film „Elternschule“ an, dann sieht man Schwestern, Pädagog*innen und Ärtz*innen, die ziemlich brachial auf Kinder einwirken. Oft ohne ein gesprochenes Wort werden Kinder gefüttert oder „übergeben“. Beziehung wird unterbunden. Auch wenn in den Vorträgen sinnvolle Aspekte enthalten sind, wird diese Art der Erziehung niemals auf Dauer wirksam sein. Erstens verinnerlichen die Eltern diesen sehr extravaganten Erziehungsstil nicht, weil es nicht ihrer ist und sie ihn übergestülpt bekommen und zweitens weil die Beziehung fehlt und die Kinderseelen nachhaltig zerstört werden. Das ist natürlich nur meine Meinung, ich habe mit keinem dieser Kinder gesprochen. Aber wie ist einem Kind nach so einer „Behandlung“ denn wohl zumute? Ich schweife ab, darum sollte es garnicht gehen.

Erziehung funktioniert meiner Meinung nach nicht ohne Beziehung. Ich nehme Kritik ja auch eher von Menschen an, die ich schätze und denen ich vertraue. Wenn ein Wildfremder mir auf der Straße hinterherruft, dass ihm meine Frisur nicht gefällt, ist mir das herzlich egal. Es ist in Ordnung, meine Frisur muss ihm ja schließlich nicht gefallen. Er ist mir nicht wichtig. Würde meine beste Freundin mir das sagen, würde ich ihre Kritik annehmen. Sie wäre mir wichtig. Was ich daraus mache, entscheide ich dann.

„Ich glaube, dass Erziehung Liebe zum Ziel haben muss.“

Astrid Lindgren

Ich glaube, in der Erziehung ist es ähnlich. Wenn ich mein Kind ständig runterputze und auf Abstand halte, es bestrafe und ablehne, dann wird Erziehung wahrscheinlich im eigentlichen Sinne nicht funktionieren. Dann wird das Kind tatsächlich über Angst oder seelische Not zu Verhalten gezwungen. Vermutlich um Strafen aus dem Weg zu gehen.

Erziehung ist das, was wir daraus machen

Aber generell finde ich, der Begriff Erziehung bedeutet nicht automatisch ein unwürdiger, gewaltbehafteter, autoritärer Umgang mit dem Kind. Auch wenn dies von verschiedenen unerzogen lebenden Müttern und Vätern so dargestellt wird, ist dies nicht die festgeschriebene Bedeutung von Erziehung. Erziehung ist genau das, was wir daraus machen. Wir geben in unseren Familien unserer Erziehung eine eigene Bedeutung. Erziehung bei mir bedeutet niemals das gleiche wie bei dir oder bei der Nachbarsfamilie. Wie bitte kann man dann sagen, dass Erziehung etwas schlechtes ist?

Oder lieber Unerzogen?

Eltern, die Unerzogen leben, sagen manchmal, Erziehung wäre Gewalt, Missbrauch und Hierarchie. Aber dass Erziehung für diese Eltern diese Bedeutung hat und diese Assoziationen hervorruft, dass liegt doch nicht an dem Begriff. Das liegt an euch. Das, was der Begriff Erziehung in euren Gedanken bewirkt, dass kommt von euch! Ja, klar. Hier kann man Schnappatmung bekommen.Muss man aber nicht. Jeder Mensch hat bei bestimmten Begriffen bestimmte Assoziationen im Kopf. Diese Assoziationen sind sozusagen Gedankenverbindungen oder Verknüpfungen, die in jedem Kopf in jedem Moment des Lebens passieren. Und eben diese sind nicht festgelegt. Die entstehen in jedem Gehirn abhängig von den bisherigen Erlebnissen des Denkers. Ist klar oder? Ich gebe dem Begriff selber die Bedeutung.

Erziehung, Bindung, Beziehung, Kinder

Erziehung ist Gewalt

Natürlich ist es fies und eine Form von Gewalt wenn ich meinem Kind sage:“Komm jetzt oder ich gehe ohne dich.“ Wenn ich dann jetzt noch gehe und mich hinter der nächsten Häuserecke verstecke und höre, wie mein Kind weint…und dann noch glücklich bin, wenn es dann kommt und ich meinen Willen bekomme. Ja! Das ist Gewalt. Aber das ist nicht das, was jeder tut, der erzieht. Das kann man doch nicht gleichsetzen.

Ich erziehe meine Kinder, aber ich übe keine Gewalt aus! Ich verbitte mir so eine Aussage!

Als ich mich dazu entschieden habe, Kinder zu bekommen, hatte ich Vorstellungen. Ich wollte immer auf alles eingehen, sie immer im Blick haben, meinen Alltag nach ihnen ausrichten. Das ist es auch, was unerzogen leben in etwa bedeutet. Aber das ist einfach nicht realistisch in meinem Leben. Mein Mann und ich arbeiten, die Kinder besuchen die Schule und in der Vergangenheit den Kindergarten. Allein die Berufstätigkeit bringt bestimmte zeitliche Verpflichtungen mit sich. Jetzt haben einige der unerzogen-lebenden Jobs, die flexibel sind oder in Homeoffice arbeiten. Die Kids in manchen dieser Familien gehen nicht in den Kindergarten. Kindergartenfrei nennt sich das. Andere Familien ziehen in Gegenden, in denen die Schulpflicht ausgehebelt ist. Ich möchte nicht, dass ihr jetzt glaubt, ich würde mich rechtfertigen. Nein, das will ich wirklich nicht.

Ich möchte einfach, dass alle Beteiligten akzeptieren, dass es auch andere Sichtweisen gibt. Das kommt bei Eltern doch in so vielen Bereichen vor. Wann schläft das Kind alleine im Zimmer, bekommt es ein selbstgekochtes oder aus dem Gläschen…! Gehen wir doch einfach alle davon aus, dass jeder eine für sich sinnvolle Entscheidung getroffen hat.

Was ist dir in der Erziehung deiner Kinder wichtig?

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Familienprobleme lösen, jetzt mal anders

Die Familienaufstellung

Jetzt würdest du hier wahrscheinlich einen Blogbeitrag zu Corona erwarten, zu Recht. Das ist ja im Moment DAS Thema. Aber ich glaube, jeden Artikel dazu gibt es schonmal. Auch schon mehrfach. Wer braucht jetzt die dreißigste Ideensammlung zur Beschäftigung von Kindern? Oder Anleitungen für Basteleien? Siehste? Deswegen dachte ich mir, ich schreib mal was ganz anderes.

Grade in Zeiten der Entschleunigung denken wir viel nach. Wir setzen uns mit Dingen auseinander, die mal passiert sind. Schönes und nicht so schönes. Viele Familien streiten, was total normal ist. By the way: Wenn mir Eltern erzählen, dass es in der Familie keinen Streit gibt, dann alarmiert mich das eher. Wenn der Streit aber für ein Familienmitglied unerträglich und belastend wird, gibt es aus der systemischen Richtung eine wirklich wirkungsvolle Methode. Und die möchte ich dir vorstellen.

Wo kommt die Familienaufstellung her?

Virginia Satir war eine us-amerikanische Familientherapeutin. Sie hat in den 70ern erstmals eine Art von Aufstellungen entwickelt und unter dem Begriff der Familienskulptur angewandt. Sie wird sie oft „Mutter der Familientherapie“ genannt, weil sie dieses Fachgebiet mutgeprägt hat. Virginia Satir hat die Familienskulptur damals mit den wirklichen Familienmitgliedern aufgestellt. Jedes Mitglied konnte sich dann zu seinen Gedanken und Gefühlen äußern. Hieraus konnten sich dann Informationen für die Klärung von Konflikten ergeben.

Who the fuck is Bert Hellinger?

Jetzt mache ich mal einen kurzen Exkurs. Denn in jedem Bereich gibt es schwarze Schafe, die dafür sorgen, dass Bilder von Berufsgruppen entstehen. Auch Bert Hellinger nutzte das Familienaufstellen. Es wird sogar manchmal (von seinen „Jüngern“) angegeben, dass er der „Erfinder“ war. Seine Art der Familienaufstellung unterscheidet sich jedoch grundlegend von der systemischen Art der Aufstellung. Hellinger geht beispielsweise davon aus, dass jede Familie eine gewisse natürliche Ordnung hat, die in jedem Fall wiederhergestellt werden muss. Ist diese natürliche Ordnung „gestört“, führt dies zu Krankheiten bei verschiedenen Familienmitgliedern. In der natürlichen Ordnung steht immer der Mann, dann die Frau und dann die Kinder in Altersfolge.

„So berichtet eine Frau während einer Aufstellung, dass sie sich von ihrem ersten Mann getrennt habe und dass sie vor einigen Jahren an Gebärmutterkrebs erkrankt sei. Hellingers Schlussfolgerung lautet: Sie habe ihrem Ex-Mann Unrecht getan, und so etwas räche sich meist – zum Beispiel, indem eine Frau Krebs bekomme.“*

Hellinger stellt auf großen Bühnen auf. Hierfür nimmt er von Zuschauern und Teilnehmern horrende Eintrittsgelder. Hellinger stellt dann Diagnosen, die manchmal wahnwitzig und krude erscheinen. Hellinger demütigt seine Klienten in aller Öffentlichkeit. Und das alles schadet dem Ruf von jede*r einzelnen systemischen Berater*in die Systemaufstellungen anbietet. Aber jede*r darf selber für sich entscheiden, ob er oder sie eher die eine oder die andere Art von Aufstellungen machen möchte. Ich kann aber nur raten, eine Suchmaschine zu benutzen, um mal zu schauen, welcher Ansatz für welches Vorgehen steht. Grade zu Bert Hellinger Aufstellungen, findet man viele Ausführungen. Teilweise auch Videos oder schriftliche Aufzeichnungen. So kann sich jede*r ein gutes Bild davon machen, ob dies in Frage kommt oder eher nicht.

Was passiert bei Familienaufstellungen?

Bei einer Familienaufstellung wird die Familie mit sogenannten Stellvertretern angeordnet wird. Stellvertreter sind Personen, die von der Ratsuchenden Person asugesucht werden. Die ratsuchende Person darf sich aussuchen, wer am Besten zu einer Rolle passt. Mit der Systemaufstellung kann auch jedes andere System aufgestellt werden, wie das Team bei der Arbeit oder die Nachbarschaft, ich gehe hier aber nur auf die Familie ein. Eine Person, also das Familienmitglied, das eine Frage hat, bringt in einer größeren Gruppe ein Anliegen vor und wird vom Berater dazu knapp befragt.

Die Familienmitglieder, die für das Anliegen oder die Fragestellung bedeutsam erscheinen, werden dann, vom Ratsuchenden (Familienmitglied mit Frage oder Anliegen) aus der Gruppe ausgesucht und im Raum positioniert. Dann kann der Ratsuchende die Stellvertreter noch verändern, indem beispielsweise der Kopf gedreht oder der Arm bewegt wird. So ergibt sich zum Beispiel eine Blickrichtung. Auch die Abständen zwischen den Menschen, werden den realen Vorbildern angepasst. Beim Aussuchen wird wirklich nur auf Gefühl geachtet. Während der Aufstellung nehmen die Stellvertreter an ihrem Platz mit ihrem Körper verschiedene Empfindungen wahr.

Der Aufstellungsleiter stellt dann Fragen. Die Antworten auf diese Fragen können für den Ratsuchenden dann tatsächlich aufschlussreich sein. Sie passen wirklich oft genau zu den dargestellten Personen und helfen den Ratsuchenden andere Positionen nachvollziehen zu können. Oft entdecken sie hierbei Faktoren, die sie bisher gar nicht bedacht haben. Diese Äußerungen sind oft realistisch, obwohl die aufgestellten Personen die Familienmitglieder garnicht kennen. Die Gefühle, die diese Stellvertreter dann fühlen, sind oft so real und eindrücklich.

Ich habe schon einige Aufstellungen gemacht. Dabei war ich Aufsteller, Stellvertreter und auch mal Zuschauer. Ich war so überrascht, wie stark diese Gefühle sein können. Und das, ohne die Familie zu kennen.

Was bringt eine Familienaufstellung?

Diese möglicherweise neuen Sichtweisen zur eigenen Lebensgeschichte können dazu führen, dass wir Probleme oder Konflikte nochmal neu bewerten. Sie können das Familienmitglied, welches Rat gesucht hat, dazu veranlassen, mit dem Berater andere Verhaltensweisen oder Lösungsmöglichkeiten zu finden. Bert Hellinger gibt seinen Ratsuchenden die Diagnose und die Lösung vor. Das tue ich nicht. Und auch sonst kein systemischer Berater, den ich kenne. Im Anschluss wird in einem Gespräch das Gesehene besprochen. Hieraus ergeben sich dann Veränderungen für den Alltag und im Umgang mit dem Konflikt oder mit der Fragestellung.

Warum funktionieren Familienaufstellungen?

Ja, auch ich finde das, was bei Familienaufstellungen passiert, total spannend. Ganz oft kommt die Frage auf, was da passiert. Wie funktioniert das? Aber ich bin ganz ehrlich: Ich weiß nicht, wie diese Gefühle und das Wissen zustande kommen. Aber es gibt viele Vorgänge, die niemand bisher erklären konnte. Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht schon selber erlebt hätte. Die, die mich kennen, wissen das. Ich habe aber schonmal an einer Aufstellung teilgenommen, bei der ich stellvertretend für jemanden stand. Jedoch hatte ich über das komplette Thema keinerlei Informationen. Ich wusste nicht, worum es geht. Ich hatte noch nicht mal eine Ahnung ob ich einen Mann, eine Frau oder ein Kind darstelle. Das war eine sogenannte verdeckte Aufstellung. Niemand hatte irgendwelche Infos, nur der Ratsuchende selber! Und das hat tatsächlich funktioniert. Bei einer Aufstellung stellt der Ratsuchende die Stellvertreter für die Familienmitglieder sehr intuitiv im Raum auf.

Experten nehmen an, dass so ein inneres Bild der Familie im Raum „erzeugt“ wird. Dadurch, dass der oder die Ratsuchende die Stellvertreter in die jeweilige Position bringt, werden scheinbar Gefühle und manchmal sogar körperliche Merkmale übertragen.

Gründe für Familienaufstellungen:

  • Bei einer Familienaufstellung können die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern visualisiert werden. Viele Menschen, die Beratung suchen, finden es hilfreich, wenn Inhalte sichtbar gemacht sind.
  • Auch Verbindungen, die vorher garnicht beachtet wurden, treten in den Vordergrund und werden gesehen.
  • Systemaufstellungen funktionieren in anderer Form auch in Einzelgesprächen, beispielsweise mit dem Familienbrett.

Wobei kann eine Familienaufstellung helfen?

  • Immer, wenn es eine klare Frage oder ein Anliegen gibt
  • Schwierigkeiten im Kontakt zu unserer Herkunftsfamilie
  • Abgrenzungsprobleme
  • Schwierigkeiten in der Erziehung
  • berufliche Schwierigkeiten
  • Entscheidungen
  • Schuldgefühle

Jetzt ist eine Familienaufstellung natürlich nich das Allheilmittel für jede Art von Problemen. Nach jeder Aufstellung arbeitet der Berater oder die Beraterin auf, was passiert ist. Eine Aufstellungen sollte immer eingebettet sein, in Gespräche. Jemand, der diese intensive Erfahrung gemacht hat, sollte nicht unmittelbar in den „Feierabend“ entlassen werden, denn die Wirkung von Familienaufstellungen ist enorm.

Hast du schonmal an einer Familienaufstellung teilgenommen? Oder hast du Interesse an einer Familienaufstellung, als Stellvertreter oder hast du vielleicht ein Anliegen?

*https://www.therapie.de/psyche/info/index/therapie/familienaufstellung/die-klassische-familienaufstellung/ (abgerufen am 21.3.2020)

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Ganz normal?

Was ist normal bei Kindern?

Weißt du was? Ich wette, du bist nicht normal! Ups, das saß jetzt, oder? Wie ich darauf komme? Es gibt mit Sicherheit einen oder mehrere Bereiche, in denen auch du nicht der Normalität entsprichst. Und das ist auch gut so! Aber lies weiter, dann verstehst du, was ich meine.

„Also das finde ich jetzt nicht mehr normal…“ Diesen Satz höre ich so oft. In der Freizeit und auch bei der Arbeit. Normal, was ist das eigentlich? Und wer legt das fest? Wenn ein Kind ein Verhalten zeigt, dass du nicht kennst oder das dich überrascht, ist das dann automatisch unnormal? Grade Kinder zeigen ein so breit gefächertes Potpourri an Verhalten. Wer will denn da beurteile, was normal ist und was nicht? Und was hat das für Konsequenzen, wenn mein oder dein Kind Verhalten zeigt, was andere nicht normal finden? Es gibt auch Dinge, die Kinder tun, die sind nicht normal, gehören aber zur Entwicklung.

Ganz nullachtfuffzehn eben

Die Wörter „Normal“, „Unnormal“ oder „Normalität“ werden von uns heutzutage ziemlich wild benutzt. Manchmal völliger Mumpitz. Fragt man mal nach…uuh, dann wird’s heiß!

Was heißt „Normal“?

Normal kommt übrigens aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „der Regel entsprechend“. Jetzt müsste man nur wissen, was denn die Regel ist. Normalität ist soziologisch gesehen, das, was wir gesellschaftlich gesehen so tun sollten. Das ist gemeint, wenn es mal wieder heißt:“Das macht man doch so“. Diese „Norm“ ist in unserer Gesellschaft entstanden und wird in Erziehung und Sozialisation immer weiter gegeben. Über diese Normen wird nicht, laut Definition, mehr entschieden oder diskutiert. Es ist zum Beispiel bei uns Normalität, dass wir Hosen oder Röcke tragen. Auf jeden Fall untenrum nicht nackt! Das stellt keiner mehr in Frage. DAS ist Normalität. Einige Völker im Amazonasgebiet oder im Süden von Afrika tragen auch heutzutage keine Kleidung. Daran merkt man, dass Normalität nichts ist, was festgeschrieben irgendwo steht und für die ganze Welt gilt. Normalität wird von der Umwelt und der Gesellschaft bestimmt.

Und genau da haben wir schon ganz große Fortschritte gemacht. Noch vor Jahren war es normal, dass Männer Frauen heiraten, Menschen mit Behinderungen in Wohnheimen außerhalb von Ortschaften wohnten. Es war normal, dass Eltern ihre Kinder mit Gewalt züchtigen. Normal war auch, dass Kinder gehorsam sind und das es ein Wohnzimmer gab, in welches man nur Sonntags in schicker Kleidung sitzen durfte. Normalität entwickelt sich also mit der Zeit weiter. Die Kinder, die heute heranwachsen haben ganz andere Möglichkeiten als unsere Eltern, als sie noch klein waren.

Und grade weil so viele Sachen in Wirklichkeit normal sind und total oft vorkommen, hab ich das zum Thema für diesen Blogpost gemacht. Unter Eltern werden manche Themen der Kids aus Angst vor Ächtung der Artgenossen nicht besprochen. Wir verurteilen und beurteilen so oft vorschnell. Aber wenn wir alle mehr reden würden, würden wir ruckizucki feststellen, dass viele Kinder die gleichen Eigenarten haben. Was wäre das für eine Erleichterung.

Lügen, bis sich die Balken biegen

Ihr glaube nicht, wie viele Kinder lügen. Aber Erwachsene auch. In Studien wurde herausgefunden, dass ein Erwachsener bis zu 200 mal täglich lügt. Hierbei sind auch Übertreibungen oder Floskeln wie „Mir gehts gut“ mitgezählt. Woher soll also ein Kind wissen dass die Eltern lügen nicht mega toll finden? Manchmal verlangen wir ja sogar von den Kleinen, dass sie lügen oder flunkern. Meist um andere nicht zu verletzen. Beispielsweise:“Sag XY bitte, das war sehr schön bei euch“ oder „Sag doch bitte, wie gut es dir geschmeckt hat“. Wie soll da ein Kind denn lernen, was jetzt richtig und was falsch ist?Im Grunde kann man sagen, dass diese kleinen Lügen dazu beitragen, das soziale Leben etwas zu vereinfachen.

Lügen und Dichtung sind Künste.

Oscar Wilde

Klar, können wir alle allen vor den Latz knallen, was wir meinen. Aber mit Fingerspitzengefühl und hier und da einer klitzekleinen Notflunkelei lässt sich manch unnötiger Zank vermeiden. Ich meine natürlich nicht, dass wir unsere Meinung nicht sagen sollen oder unsere Kinder dazu erziehen rückgratlose Aale zu werden. Aber nicht jeder vorhersehbare Streit ist es wert. Wir könnten also festhalten, dass lügen bei Kindern nicht nur normal, sondern wertvoll ist. Kinder die flunkern können, sind kreativ und haben soziale Fähigkeiten.

Na gut, jetzt wollen wir ja nicht lauter Münchhausens heranzüchten und deswegen nicht nur mit Applaus auf die neuste ausgedachte Geschichte reagieren. Hilfreich ist es deswegen, mit dem Kind zu sprechen und Konsequenzen des Handelns zu erklären. Du kannst auch fragen, was dein Kind mit der Lüge jetzt bezwecken wollte? Wollte es vielleicht einfach etwas vermeiden? Auf jeden Fall ist schimpfen und bestrafen nicht das richtige.

Doktorspiele und kindliche Sexualität

Das Thema Sexualität bei Kindern beunruhigt Eltern, wie kein anderes Thema. Im Kindergarten entwickeln fast alle Kinder von drei bis sechs Jahren Neugierde am eigenen und am anderen Geschlecht. Und wenn die Gelegenheit da ist, zeigen sich die Kinder gegenseitig, was sie haben. Jede*r viele Erzieher*innen wissen, dass das normal ist. Erfahren die Eltern davon, sind sie oft erschrocken, beunruhigt und haben Angst davor, dass ihr Kind mit nicht-zu bändigenden Triebtäterin untergebracht ist. Aber ihr könnt in den meisten Fällen locker bleiben. Das Vergleichen und Unterscheiden der Genitalien der Kinder ist vollkommen natürlich und befriedigt die Neugier der Dreikäsehochs. Kinder dürfen das. Aber nur solange, wie alle damit einverstanden sind. Die Grenzen anderer überschreiten und etwas tun, was das andere Kind nicht mag, ist ein No-Go. Und genau das kann mit den Kindern besprochen werden. Wenn du Kinder dabei „erwischt“, dann mach das Doktorspiel nicht zu etwas verbotenen, sondern sei interessiert und lass den Kindern den nötigen Freitraum, aber bleibt im Gespräch. Dann wird der eigene und der andere Körper mit der Zeit bekannt und somit uninteressant. Wird dieses Verhalten verboten und tabuisiert, führt das wahrscheinlich zu Heimlichkeiten und Geheimnissen. Für Kinder im Schulalter gibt es beispielsweise ein ganz tolles Buch, welches ich schon in der Grundschule gelesen habe. Die Eltern von Peter und Ida sprechen im Buch „Peter, Ida und Minimum“ * mit ihren Kindern ganz offen über alles, was mit Liebe und Sex zutun hat. Ganz schön für Kinder sind auch die Aufklärungsbücher „Klär mich auf“ und „Klär mich weiter auf„. In diesen recht günstigen Büchern findet ihr vielleicht auch die passenden Worte, falls die einfach mal fehlen. Ganz wichtig ist, dass du deinem Kind beibringst, NEIN zu sagen, um Missbrauch vorzubeugen.

Und stottern?

Ja, auch das Stottern ist in bestimmten Entwicklungsphasen normal. 8 von 10 Kindern haben in der Kindheit eine Phase, in der sie stottern. Das liegt meistens daran, dass die Gedanken weiter sind, als die Sprache. Die Worte brauchen dann einen Moment länger, um geordnet aus dem Mund zu kommen. Wichtig ist hierbei, die Sätze der Kinder nicht für sie zu beenden und sie nicht auszulachen oder nachzumachen. Ja, das kommt wirklich vor. Bei Unsicherheiten kannst du auf jeden Fall mit dem Kinderarzt darüber sprechen.

Der mittlerweile verstorbene Sänger Scatman John beispielsweise stotterte und sang darüber:

„Everybody stutters one way or the other
So check out my message to you
As a matter of fact, I don’t let nothin‘ hold you back
If the Scatman can do it, so can youEverybody’s sayin‘ that the Scatman stutters
But doesn’t ever stutter when he sings
But what you don’t know, I’m gonna tell you right now
That the stutter and the scat is the same thing“

Scatman John: „Scatman (ski-ba-bop-ba-dop-bop)“

Es gibt wirklich noch viel, viel mehr Sachen, die bei Kindern normal sind, uns aber immer wieder beunruhigen. Wünscht ihr euch noch mehr zu diesem Thema?

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Allgemein

Weltfrauentag

8.März – Tag der Frau oder Frauenkampftag

Sonntag ist der „Internationale Tag der Frau“. Und weißt du, was mich richtig stört? Das viele Geschäfte und Einzelpersonen aus diesem wichtigen Tag einen weiteren Geschenke-Tag machen. Ein Blumenladen hier im Ort beispielsweise warb in sozialen Netzwerken mit folgendem Spruch: „Am 8.März ist Weltfrauentag. Sei nett zu Frauen!Bring ihnen Blumen mit, denn dann merken sie, was für ein toller Typ du bist.“ IM ERNST JETZT?

Tag der Frau – Was ist das?

Der internationale Tag der Frau am 8.März wird auch als Weltfrauentag, Frauenkampftag oder internationaler Frauenkampftag bezeichnet. Im Jahr 1910 wurde von einer Frauenrechtlerin erstmals vorgeschlagen einen Frauentag einzuführen, 1975 machten die vereinten Nationen den 8.März dann zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“. Es gibt viele Länder, in denen ist der internationale Tag der Frau ein Feiertag. So auch in Berlin!

Unter welchem Motto steht der Tag der Frau 2020?

In jedem Jahr gibt der Deutsche Gewerkschaftsbund ein Motto für den internationalen Frauentag heraus. In diesem Jahr lautet das Motto:

„Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen“.

Motto des internationalen Frauentages 2020 (DGB)

An diesem Motto merkt man vielleicht, was hier in Deutschland wichtig ist. Alles rund um das Thema Sorgearbeit muss fair gehandelt werden. Denn es gibt ihn immer noch, den Pay Gap. An diesem Tag soll auf das aufmerksam gemacht werden, woran wir hier noch arbeiten müssen. An der Gleichberechtigung!

Hier ein paar Fun-Facts:

  • Je erfolgreicher eine Frau ist, umso größer ist der Gehaltsunterschied zum Mann. In den oberen Hierarchieebenen unterscheidet sich das Gehalt sozusagen am meisten.
  • Frauen sind in börsennotierten Unternehmen in Vorständen mit 8 % immernoch stark unterrepräsentiert!
  • Während Männer im Schnitt 1150 Euro Rente beziehen, sind es bei Frauen nur 650 Euro*

Wofür wir den Frauenrechtlerinnen dankbar sein können

und das ist für mich auch der Grund, wieso wir diesen Tag nicht mit Geschenken abwerten dürfen:

  • Seit 1918 dürfen Frauen in Deutschland wählen
  • Seit 1958 dürfen Frauen ein Bankkonto eröffnen. Davor war es die Aufgabe des Mannes, das Vermögen (der Frau) zu verwalten.
  • Auch seit 1958 darf die Frau ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten
  • Seit 1997 ist die Vergewaltigung in der Ehe eine Straftat!
  • Seit 2020 gelten Mentruationsartikel nicht mehr als „Luxusgüter“ und müssen nicht mehr mit 19% sondern nur noch mit 7% besteuert werden. (Die Preise haben sich im Einzelhandel dennoch nicht verändert!)

Dieser Tag darf einfach nicht zu einem weiteren Tag werden, an dem wir uns gegenseitig materielle Geschenke machen. Dieser Tag war in der Vergangenheit wichtig und ist es noch jetzt. Denn solange sogar hier in Deutschland noch so gravierende Unterschiede zwischen Menschen bestehen, muss gekämpft werden. Und wenn du denkst, dir geht es ja gut. Du hast ja alles, was du zum Leben brauchst. Dann denk an all die Menschen, die dies von sich nicht behaupten können.

Feminismus ist mehr als Alice Schwarzer

Feminismus ist nicht von gestern, denn auch heute setzen sich Frauen dafür ein, dass es endlich eine Gleichberechtigung gibt. Emma Watson beispielsweise, die viele nur als Hermine, als die naseweise Freundin von Harry Potter kennen. Ein bekanntes Zitat bringt es meiner Meinung nach wirklich auf den Punkt:

„This isn’t about ´girls are better than boys`. This is just: everyone deserves a fair chance“

*Emma Watson

Was bedeutet der Gender Pay Gap?

Der Gender-PayGap beschreibt die Lücke, den Unterschied des Lohns aufgrund des Geschlechts. Obwohl wir uns für sehr fortschrittlich halten, ist der Gender Pay Gap in Deutschland mit am höchsten im Ländervergleich. Unter gleichen Voraussetzungen erhalten Frauen im bereinigten Pay Gap 2-7% weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Im ungereinigten Pay Gap erhalten Frauen sogar 21 % weniger. Der ungereinigte Pay Gap vergleicht die Bruttoverdienste und umfasst, neben den Verdiensten der Vollzeitangestellten auch die Zahlen von Praktikant*innen, Menschen in Teilzeitbeschäftigung und Schüler*innen.

Gründe hierfür kann es viele geben. Einer wird darin vermutet, dass Frauen seltener in Führungspositionen sind, als Männer. Oder auch die Tatsache, dass Frauen häufiger in Frauenberufen (dieses Wort stammt nicht von mir, checkt Gender Pay Gap gern bei Wikipedia) arbeiten, diese sind meist schlechter bezahlt. Auch hier verweise ich nochmal auf die Untersuchungsergebnisse, die auf der Seite der Hans-Böckler-Stiftung zu lesen sind. Ein weiterer wichtiger Grund liegt in der Tatsache, dass immer noch größtenteils Mütter die sogenannte „Sorgearbeit“ in Familien übernehmen. Diese Wahl trifft natürlich jede Familie für sich, jedoch gibt es immer noch wenige Familien, die sich gegen die Mainstream-Entscheidung stellen. Für die Frau in der Familie bedeutet das, dass sie Monate bis Jahre aus dem Erwerbsleben ausscheidet und in der Zeit bei Gehaltserhöhungen und Beförderungen aussetzt. Später treten die meisten Frauen dann in Teilzeit wieder ins Berufsleben ein und erhalten natürlich dann auch weniger Gehalt. All das wirkt sich dann am Ende auf die Höhe der Rente aus, die bei Frauen niedriger ist, als bei gleichaltrigen Männern. Tanzschön harter Tobak oder? Ich denk, nun wirst du mir vielleicht zustimmen. Wir sind noch nicht gleichberechtigt. Ich möchte hier nicht verschweigen, dass auch Männer benachteiligt werden. Männer, die in Elternzeit gehen, spüren hinterher nicht selten negative Auswirkungen. Gesellschaftlich ist die Rollenaufteilung in der der Mann zuhause bleibt auch nicht so gut anerkannt. Auf Stammtischniveau hört man dann oft richtig fiese Sprüche. Unwahr so doofe, die will ich hier noch nicht mal wiedergeben! Aber falls das nicht klar geworden ist: Gleichberechtigung geht immer alle etwas an. Unabhängig von IQ, Geschlecht, Religion oder was weiß ich.

Gleichberechtigung = Inklusion

In meinem Blogpost zum Thema Inklusion hab ich schon erzählt, was es bedeutet, wenn in einer Gesellschaft einige Menschen anders behandelt werden. Damit muss Schluss sein! Die Gleichberechtigung von Frauen in der Gesellschaft ist dabei ja nur einer von vielen Punkten.

*Diese und viele andere interessante Facts könnt ihr auf der Seite https://www.boeckler.de/wsi_38957.htm nachlesen!

Allgemein

Kinder brauchen Langeweile!

Warum Langeweile für Kinder gut ist!?

„Mir ist laaaaangweilig“, schallt es durchs Haus. Wie kann das sein, frag ich mich. Im Zimmer gibt es Spielzeug. Außerdem gibts einen Schreibtisch und Teppich sowie Schreib-, Kleb und Bastelzeug. Es gibt Bücher und CDs. Alles nicht im Überfluss, sondern in Maßen. Deswegen lautet meine Antwort auf diese Ansage:“Das ist ja schön. Langeweile ist etwas tolles“. Die Kids rollen dann immer mit den Augen, denn für sie ist Langeweile unerträglich. Wenn ich Langeweile hätte, dann würde ich einfach nur auf dem Sofa sitzen und aus dem Fenster schauen. Aber mein Terminplaner und meine To-Do-Listen lassen keinen Raum für so etwas Kostbares.

Liebe Kinder, bitte langweilt euch!

Ich bin sogar der Meinung, Kinder sollten sich viel öfter langweilen. Wieso? Weil Langeweile wirklich richtig toll sein kann. Langeweile kann Kinder produktiv werden lassen. Aber nicht, um irgendwelche Aufträge oder Erwartungen zu erfüllen sondern um vollkommen eigene Ideen zu entwickeln. Aus Langeweile entstehen Visionen, die Kinder umsetzen können. So wird dann ruckzuck aus Langweile ein phantasievolles Spiel, ein selbst-entworfenes Lego-Gebäude, Instrumente oder oder oder. Kinder wollen den Zustand Langeweile erstmal beenden und um dies zu schaffen, suchen sie sich selbst Beschäftigung. Das ist wirklich nichts Bedrohliches, das von uns Eltern erledigt werden muss.

Langeweile schadet nicht!

Also nochmal: Wieso ist Langeweile gut für das Kind?

In der heutigen Zeit, fehlt es vielen Kindern an „Freizeit“. Dieses Wort steht in Gänsefüßchen, weil ich hier wirklich freie Zeit meine. Freizeit soll an dieser Stelle nicht Zeit im Sportverein oder beim Flötenunterricht bedeuten. Wenn wir Freizeit, also freie Zeit haben, können wir uns frei von Verpflichtungen überlegen, was wir machen möchten. Viele Eltern möchten ihre Kinder bestmöglich fördern und ermöglichen den kleinen Sprösslingen so den regelmäßigen Reitunterricht, Schwimmstunden oder Musikschulen. Dies ist natürlich nicht schlecht, aber die Menge machts.

Ein Kind, welches morgens in der Schule ist und an vier Nachmittagen die Woche Verpflichtungen hat, ist ziemlich unfrei. Es ist deswegen sinnig, sich die Frage zu stellen, wieviele Hobbies ein Kind wirklich braucht. Unsere Töchter haben einmal pro Woche Reitunterricht und gehen an einem Abend zum DLRG. Da wir beide arbeiten, sind viele unserer Tage gut strukturiert. Mehr als zwei Hobbies „genehmigen“ wir deswegen nicht, um genug Freiraum zu haben, für Langeweile oder spontane Ideen.

Seid Traumtänzer! Baut Luftschlösser!

Kommt dann mal nachmittags oder am Wochenende Langeweile auf, dann ermuntert ich die Kinder dazu, sich selber zu überlegen, was sie mit sich und der Zeit anfangen möchten. Ich ermuntere sie manchmal dazu, sich aufs Bett zu legen und zu überlegen…bis eine Idee kommt. Wenn ich mich zurück erinnere, hat das bis jetzt immer geklappt. Einen Vorteil haben unsere Kids dabei, muss ich zugeben. Wenn die Langeweile zu groß ist, schlendern sie mal bei ihren Geschwistern vorbei und schauen, was die so treiben.

Gerade die Zeit, die sie haben, um zu überlegen, ist so wertvoll. In einem Kinderkopf tummeln sich dann bald Ideen (die umgesetzt werden wollen) und Fragen (die beantwortet werden müssen). Es schließt sich früher oder später etwas an, so dass sich die Kids selbst beschäftigen. Sie entdecken hierbei, vielleicht beim Streifzug durch den Keller Dinge, die sie schon ewig nicht mehr angesehen haben. Oder sie versuchen etwas, was sie schon ewig nicht mehr versucht haben. Sie sammeln Erfolge oder Misserfolge, ganz egal. In jedem Fall wachsen sie!

Immer, wenn wir vorgeben, was das Kind tun soll, verlernt es diese Leistung aus eigenem Antrieb zu bringen. Kinder, die flexible Spielsachen haben, lernen also diese auf vielfältige Weise zu benutzen oder sie zweckentfremden sie. Kinder, die beim ersten Langeweileanzeichen von ihren Eltern unterhalten werden, haben keine Notwendigkeit, sich selbst anzustrengen.

Und wenn es dann so da liegt, das liebliche Kind, dann spielt es im Kopf durch, was es so tun könnte. Es überlegt und versucht und wird wahnsinnig kreativ. Es möchte vielleicht eine Bude Bauen und funktioniert dafür kurzerhand den Esstisch zu einem Fort um oder bemerkt dass der Lieblingsteddy Geburtstag hat und samt seiner Kollegas bewirtet werden sollte. Alle diese Vorstellungen eröffnen Spielraum für Geschichten und regen die Kreativität und Phantasie an, wie es keine Bespannung durch Eltern schafft.

Tipps gegen Langeweile im Kinderzimmer

Ein Kind, das bis jetzt nicht gelernt hat, sich zu langweilen, wird diese Situation wirklich als schlimm empfinden. Wenn du deinem Kind bis heute jeden Leerlaufmoment „erspart“ hast, indem du den Entertainer gespielt hast, muss es das erstmal lernen. Kinder, die das nicht kennen und jüngere Kinder benötigen für diesen Prozess zu Beginn deine Unterstützung. Wenn du festgestellt hast, dass dein Kind gar keine Zeit für Leerlauf oder Freizeit hat, dann schaut doch mal gemeinsam, welche Hobbys vielleicht nicht so wichtig sind. Sollte die Woche bei euch generell so voll sein, dann haltet an den Wochenenden den entsprechenden Raum frei. Ich weiß ja, wie schwer das sein kann. Grade als berufstätige Eltern zerreißt man sich ständig, da ist man vielleicht auch einfach mal froh, wenn die Nachzucht den eigenen Hobbys nachgeht. Aber langfristig gesehen, tut ihr euch einen großen Gefallen damit, glaub mit.

Ausmisten gefällig?

Schaut mal in das Kinderzimmer. Habt ihr das Gefühl, euer Kind hat zu viel Spielzeug? Dann mistet mal aus. Schaut mal nach, welche Sachen nicht mehr zum Alter passen. Sind die Sachen noch gut erhalten, freuen sich bei den einschlägigen Kleinanzeigenportalen sicher neue Eigentümer. Ich bin wirklich nicht öko und man findet auch keine Waldorfpüppchen bie uns. Aber „freie Materialien“ laden mehr zur Kreativität ein, als Sachen, die man nur auf eine Weise benutzen kann. Kaplan-Steine zum Beispiel sind bei eigentlich allen Kindern (unabhängig von Geschlecht und Alter) beliebt. Es gibt fast nichts, was man mit ihnen nicht machen kann! Aber auch der Baustein-Klassiker lädt ein zum experimentieren und wandeln. Nur um ein paar Beispiele zu nennen.

Natürlich erfordert dieser Prozess vor allem von dir eine Menge Geduld. Zunächst wird das Nerv-Level ins unermessliche steigen. Aber DANN wird’s richtig schön, versprochen. Klar ist leider auch, dass nicht jede innovative Idee deines Sprösslings in deinen Augen eine gute Idee ist, aber das ist in Ordnung. Ich hab ja nicht gesagt, dass das nicht für dich vielleicht mehr Arbeit ist:)

Langsame Gewöhnung

Bei jüngeren Kindern wird dies so nicht funktionieren. Kleine Kinder sind noch darauf angewiesen, dass sie Input von dir bekommen. Aber einem gewissen Alter kann man anfangen, kurze Zeiten einzuführen, indem sich das Kleinkind selber beschäftigt. Diese Zeiten sollten kurz sein und sich Stück für Stück erweitern. Wichtig ist, dass bereits kleine Fortschritte entsprechend gewürdigt werden. Vielleicht fängst du mit ein paar Minuten an? Danach sollten ein paar schöne gemeinsame Momente folgen.

Abschließend muss ich noch erwähnen, dass dies kein Freifahrtschein ist, deinem Kind keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Am Ende des Tages sollten sich kreative Eigenbeschäftigung und gemeinsame Zeit irgendwie die Waage halten. Wenn ihr euch dann gemeinsam beschäftigt, dann kannst du vielleicht mit ganzem Herzen dabei sein, denn vorher hattest du Zeit für dich. Eine win-win-Situation sozusagen;)

Was machst du, wenn dein Kind Langeweile hat? Was sind eure besten Anti-Langeweile-Spielsachen?

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Campingurlaub mit drei Kindern

10 Gründe, mit der Familie Wohnmobil-Urlaub zu machen

Wir haben wirklich schon alles ausprobiert: Skiurlaub, Zelten, Cluburlaub und Familienhotel. Im letzten Jahr haben wir uns ein Wohnmobil gekauft und wissen: Das isses!

Man muss dem Campen natürlich schon irgendwie offen gegenüber stehen, wir als Pfadfinder tun das.  Unser Wohnmobil ist ein Sun Traveller von Knaus und hat eine Vierer-Sitzgruppe, einen Alhoven und eine seitlich-gerichtete Sitzbank. Wir sind ausgestattet mit einer Solaranlage und können damit mehrere Tage autark stehen, so dass wir nicht auf Campingplätze angewiesen sind. Aber dann kannst du mit dem Wohnmobil wirklich eine tolle Zeit haben.

Und weil ich davon so überzeugt bin, habe ich dir hier 10 Gründe aufgeschrieben, wieso Wohnmobilurlaub auch für euch das richtige sein kann. Vielleicht packt dich ja die Lust.

Günstig Urlaub machen

Mit dem Wohnmobil kann man generell sehr günstigen Urlaub machen. Allerdings muss man hierfür ein paar Punkte beachten. Generell kann man sich Wohnmobile mieten. Wer sich allerdings in der Hochsaison eines bei einem professionellen Verleiher mietet und dann auf einem 5-Sterne-Campingplatz steht, der wird dabei nicht sparen. Der Verleih bei einem Händler bietet aber auch Vorteile, das möchte ich nicht verschweigen.

Wenn du allerdings auf Stellplätzen übernachtest, dir privat ein WoMo leihst oder dir ggf. eines kaufst, kann dies ein Schnäppchen werden. Der Kaufpreis des Wohnmobils ist natürlich kein Pappenstiel, rechnet man jedoch die Dauer der Nutzung …..!Bei den Mahlzeiten greifen wir gern auf lokale Geschäfte zu und kochen viel selber. Hin und wieder essen wir natürlich auch in Restaurants.

Le Pin Sec

Selbstbestimmte Mahlzeiten

Besonders in den Clubanlagen hatten wir oft ein Problem mit den Essenszeiten. Oft waren wir für das Frühstück zu spät dran und einen Wecker stellen wollten wir auch nicht. Seit wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, frühstücken wir nach dem Aufstehen, haben Snacks am Tag und essen am Abend etwas Warmes. Wirklich schön finde ich es auch, dass es in nahezu jeder Region Märkte gibt. Dort kann man super frische, saisonale und lokale Speisen probieren. In Frankreich gibt es Abendmärkte, zu denen man einen kleinen Tisch und Stühle mitbringt. Gemeinsam mit Einheimischen und anderen Touristen kann man dann zu Musik verschiedene Köstlichkeiten kaufen und direkt verspeisen.

Mega-Stimmung – Marché nocturne de Vensac

Sich auf das Nötigste beschränken

Sich auf das Nötigste beschränken? Das soll ein Grund für Wohnmobilurlaub sein? Ja! Denn im Wohnmobil können wir wirklich nur das Nötigste mitnehmen. Wir haben einfach zu wenig Platz für ALLES und außerdem wollen wir unser Schätzchen nicht überladen. Ich finde es ist eine gute Übung um herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Wir waschen zwischendurch auf Campingplätzen oder auch mal mit der Hand, so müssen wir nicht so viel Kleidung mitnehmen. Für einige bedeutet das, die Komfortzone zu verlassen. Und das ist eigentlich immer eine Lernerfahrung:)

Entspannte Anreise

In unserem Wohnmobil haben wir vorne zwei ganz normale Sitze und hinten eine vierer-Sitzgruppe. Die zur Fahrtrichtung gerichteten Sitze haben Dreipunktgurte, die beiden anderen Beckengurte. Aus diesem Grund sitzt einer von uns Erwachsenen immer hinten, während eines der Kinder vorne sitzt. Hinten wird dann Siedler von Catan (Kartenspiel) Kosmos 740221 CATAN – Das schnelle Kartenspiel, Taktik und Schnelligkeit, ab 8 Jahren, oder andere Reisespiele gespielt. Das hat bei uns dazu geführt, dass die Fahrten schon ein Highlight sind. Das Kind, das vorne sitzt, ist eigentlich immer happy. Vorne wird dann gequatscht, gesunden oder ein Hörspiel gehört. 

Müde Kinder

„Am Ende des Tages sollen deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein“

Wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, sind wir viel draußen. Es gibt ja auch kein bequemes Sofa. Und wenn die Kinder den ganzen Tag draußen durch die Gegend rennen und Abenteuer erleben, sind sie abends platt. Nach einem ereignisreichen Tag gehen wir noch zum Zähneputzen und dann fallen sie fast automatisch in ihre Kojen. Ein Wohnmobilurlaub ist fast schon ein Garant für ausggleichene Kinder.

Alles ganz individuell  

Wir haben unser Wohnmobil, sie heißt übrigens Molly, mittlerweile ganz nach unseren Bedürfnissen eingerichtet. Und das ist wirklich was achönes am Wohnmobil, denn du kannst deine eigene kleine Wohnung mitbringen. Nach jedem Urlaub tüfteln wir rum und überlegen, was wir austauschen, optimieren können oder anschaffen sollten. In diesem Jahr fährt zum Beispiel mein neuer Perkolator GSI Outdoors Unisex-Glaicer Percolator mit Silikongriff, 6 Becher, gebürsteter Edelstahl mit auf seine Jungfernfahrt.

Neue Menschen kennenlernen

Der „normale“ Camper (also nicht die, die mit Schlachtschiffen inklusive eigenem Swimmingpool und Heimkino) ist von Natur aus schon ein sehr geselliger Typ. Welcher Camper kennt diese Szene nicht: Du kommst an, die Kids springen raus und entern den Spielplatz, während du versucht ein Zelt/Vorzelt/irgendwasanderes zum Stehen zu bringen. Plötzlich hat man rund sechs sachkundige Nachbarcamper um sich stehen, die neben Kommentaren auch ihre tatkräftige Unterstützung anbieten. RuckZuck ist jedes noch so widerspenstige Gerät zum aufgebaut. Obwohl man sich nicht kennt, begrüßt man sich mit Adiletten, Klopapier und Kulturbeutel bewaffnet, mit einem freundlich-mürrischen „Moin“. Die Grundstimmung ist immer erst positiv. Außer es handelt sich um Dauercamper, aber das ist ein anderes Thema. Soviel Kontakt bekommt man niemals in Clubanlagen. Aber gut, man muss das auch wollen. Wer dem entfliehen will, plant eben die Ausrichtung des Wohnmobils dementsprechend. Ach ja, während die Erwachsenen sich abrackern, haben die Kinder ganz flott neue Freunde gefunden. Und dabei spielt die Sprache keine Rolle. Gespielt wird international.

Wahnsinnig spontan sein

Weißt du, was ich liebe? Freitags von der Arbeit zu kommen, ein paar Anziehsachen ins WoMo zu schmeißen und loszufahren. Das Wetter ist schön? Dann lass uns nach Holland zum Meer fahren oder an den See. Seit dem wir das Wohnmobil haben, haben wir richtig viele schöne Gegenden kennengelernt. Wie viele herrliche Plätze es hier im Umkreis gibt, ist uns seitdem klar. Und so freuen wir uns auf die kommende Saison und sind froh, dass unser Terminkalender nicht mehr so voll ist, wie in der Vorweihnachtszeit. Weil wir beide viel arbeiten, brauchen wir immer wieder mal Abstand vom Alltag und den holen wir uns, indem wir einfach mal weg sind.

An den tollsten und abenteuerlichsten Orten schlafen

Lieblingsmoment: Nach der ersten Nacht im Urlaub aufwachen und realisieren, wo man grade ist.

Ein entscheidender Vorteil von einem Wohnmobil gegenüber einem Wohnwagen oder einem Zelt ist, dass man an so vielen zauberhaften Orten einfach mal stehen bleiben kann über Nacht. In einigen Ländern darf man überall dort übernachten, wo es nicht verboten ist. In Deutschland und den meisten Nachbarländerndarf man auf ausgewiesenen Wohnmobilstellplätzen übernachten. Manchmal handelt es sich nur um gewöhnliche Parkplätze, was als Zwischenstop auf der Durchreise mal ok ist. Aber es gibt auch ganz viele Stellplätze, die richtig toll gelegen sind. In England haben wir mal direkt am Strand gestanden, in Frankreich direkt über den Klippen der Normandie. Das ist einmalig und geht nur mit einem Wohnmobil.

Zähneputzen direkt am Strand!

Unsere Bedürfnisse zählen

Ja, für mich hat das eindeutig schon was von Entschleunigung. Grade wenn wir längere Urlaube machen, halten wir auf dem Weg öfter an und bleiben einfach mal ne Nacht stehen. Und wenn wir irgendwo sind, wo es uns gefällt, dann bleiben wir. Wenn es uns nicht gefällt, fahren wir weiter. Es läuft wirklich so, wie nur wir das möchten.

Für uns war das wirklich die beste Entscheidung, denn wir können so fast komplett bestimmen, wie unser Urlaub läuft. Wir können spontan schauen, wo das Wetter gut ist. Für diesen Sommer stehen Slowenien, Frankreich und Schweden auf dem Plan und wir werden kurz vor Abfahrt die Wetterlage checken und dann entscheiden. Wenn dich der Reisebericht unserer Jungfernfahrt mit Molly nach England interessiert, kannst du meinen Gastbeitrag bei Kati von Kuchen, Kind und Kegel lesen.

Fahrt ihr auch gerne zum Camping? Überlegt ihr euch, ein Wohnmobil zu kaufen? Wie macht ihr Urlaub mit Kindern?

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Inklusion ist ein Menschenrecht!

Warum Inklusion wichtig ist

Gestern habe ich im Internet rumgesurft und bin dabei auf einen Beitrag in einem Mütter-Forum gestoßen. Solche Beiträge sorgen bei mir immer für Wut im Bauch. Es gibt um das Thema Inklusion. Es fielen in den Beiträgen, nicht in allen, Begriffe wie „Bremsen“, „Normale Grundschüler“, „gesunde Köpfe“. Leute, was soll das? Gehts noch schlimmer? Hier haben sich einige Diskussionsteilnehmer an sehr primitiven Schubladen bedient.

Inklusion ist ein Grundrecht!

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darfwegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Diese viel zitierten Sätz stammen aus dem deutschen Grundgesetz. Auch in der UN-Behindertenrechtskonvention geht es um dieses wichtige Thema. Diese Konvention wurde im Jahr 2006 von insgesamt 178 Statten unterzeichnet und formuliert, dass Inklusion ein Menschenrecht ist. Ein Menschenrecht? JA, genau! Und das ist auch gut so. Und grade deswegen ist das der Weg, den wir alle beschreiten müssen. Es führt kein Weg dran vorbei. Und wenn dieser Gedanke in allen Köpfen ist, können wir aufhören zu maulen und Gegen-Argumente zu finden und uns auf Lösungen konzentrieren.

Was ist Inklusion?

Vielleicht denkst du bei dem Begriff Inklusion an Menschen mit Behinderungen. Das ist garnicht schlimm, wer weiß sowas schon, wenn man sich noch nicht damit beschäftigt hat. Aber du liest diesen Artikel und das freut mich wirklich sehr. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazu gehört. JEDER meint hier, dass nicht nur Menschen mit Behinderungen dazu gehören, sondern alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Neigung, Religion, Herkunft, Haarfarbe, ihrem IQ, Sehstärke, Gewicht und so weiter. Du merkst schon, von Inklusion profitieren wir alle! Alle Menschen sollen die gleichen Möglichkeiten bekommen im Kindergarten, in der Schule, bei der Arbeit oder in der Freizeit. Denn wenn eines wirklich normal ist, dann das wir verschieden sind.

Dieses Verschieden-sein ist schön, denn wie sähe die Welt wohl aus, wenn wir alle gleich wären? Aber natürlich entstehen durch diese Unterschiede auch Chancenungleichheiten. Und diese soll es nicht mehr geben, denn niemand darf benachteiligt werden.

Das bedeutet, dass wir Barrieren abbauen müssen. Barrieren können Treppen in Gebäuden sein, zu kleine Schrift auf Homepages oder starke Bordsteinkanten. Und Barrieren in den Köpfen. Inklusion beginnt mit einer Haltung, in der wir die Grundrechte aller Menschen akzeptieren.

„Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.“ 

(Reinhard Turre)

Mit Mut gegen Ausgrenzung

Inklusion ist also nicht nur für Menschen mit Behinderung! Trotzdem werden Menschen, die eine Behinderung haben, oft ausgegrenzt. Dabei sollen doch alle die gleichen Möglichkeiten haben. Diese Ausgrenzung passiert noch in allen Lebensbereichen, beispielsweise im Kindergarten, und er Schule, auf dem Arbeitsmarkt und in der Freizeit. Also überall. Die Aktion Mensch gibt an, dass momentan in Deutschland jeder achte Mensch eine anerkannte, diagnostizierte Behinderung hat und dass es in Wirklichkeit noch viel mehr sind. Viele Einschränkungen fallen garnicht auf, so dass sie nicht diagnostiziert sind und in dieser Statistik nicht auftauchen. Wir können also davon ausgehen, dass in Wirklichkeit noch viel mehr Menschen betroffen sind.

Inklusion in Deutschland

Die Anzahl der Förderschulen ist hier in NRW seit Jahren rückläufig, was die letzte rot-grüne Regierung vorangetrieben hat. Die schwarz-gelbe Regierung möchte das nun wieder ändern. Vom eingeschlagenen, richtigen Weg wird jetzt wieder abgewichen oder umgekehrt. Und wieso? Weil Lehrer, Schüler und Eltern verärgert und verunsichert waren. Die Umsetzung der Inklusion an den Schulen wurde bemängelt, es gäbe zu wenig Fachpersonal. Und die naheliegende Lösung ist natürlich die Inklusion wieder einzudämmen und Kinder mit Behinderungen wieder separat zu beschulen. Ironie-off! Darf man sich einfach umdrehen und zurücklaufen, nur weil der Weg steinig ist? Inklusion ist keine Sache von good-will. Inklusion ist ein Grundrecht! Ich habe mitbekommen, wie viele Lehrerinnen und Lehrer und Eltern über Inklusion schimpfen und über die Last. Und das kann ich so gut verstehen. Da befiehlt man hopplahopp Inklusion, ohne sich vorher Gedanken zu machen. Da wäre ich auch sauer und frustriert. Lehrerinnen und Lehrer haben einen viel höheren Aufwand, ohne zusätzlich ausgebildet oder ausgestattet zu sein. So kann das doch nicht klappen. Aber wessen Verantwortung ist es denn, für eine gute Umsetzung sorge zu tragen? Die der Schüler oder die der Eltern? Die bekommen die Wut ab, obwohl sie es nicht verbocken. Und die Schüler werden ausgeschlossen, weil es Politiker nicht hinbekommen, für Inklusion zu sorgen. Ich bin mir ganz sicher, wenn die Ressourcen, also Klassenräume, ausgebildete Lehrer da wären, würden viele Lehrer Inklusion mittragen.

Aber genug gemotzt. Ich bin der Meinung, dass Inklusion gelingen kann. Ich bin felsenfest davon überzeugt!

Inklusion im Kindergarten ? So kann es klappen

Inklusion kann dann funktionieren, wenn Barrieren abgebaut und Möglichkeiten bereitgestellt werden. Fangen wir im Kindergarten mal an. Hier gehen alle Kinder in eine Gruppe. Im Laufe der Zeit fällt auf, dass ein Kind anders ist. Nehmen wir mal an, es kann Aufträge nicht umsetzen und beim Zählen benötigt es auch Unterstützung. Dann beantragt der Kindergarten bzw. die Eltern eine Integrationsfachkraft. Die Eltern müssen anhand einiger Nachweise darstellen, wieso das Kind so behindert ist, dass es zusätzliche Hilfe benötigt. Inklusion könnte hier so umgesetzt werden: In jedem Kindergarten wird vorgeschrieben, dass pro 20 Kinder eine Heilpädagogin oder ein Heilpädagoge beschäftigt sein muss. Wir würden so vermeiden, dass ein Kind erst abgestempelt werden muss, bevor es Hilfe bekommt. Hiervon würden auch all die anderen Kinder profitieren, die vielleicht nur in einem kleinen Bereich Unterstützung brauchen. Und all die Eltern die Fragen zu Entwicklungsthemen der Kinder haben. Wenn man sich vorstellt, dass die Integrationsfachkraft immer an der Seite des Kindes ist und dauerhaft mit zusätzlichen Übungen zum Aufgabenverständnis und Umgang mit Zahlen zu versorgen, was passiert dann? Richtig, es wird nicht integriert sondern stigmatisiert. Und das ist nicht Inklusion. Wie ist das mit Menschen aus anderen Ländern? Ich begleite auch Familien, die grade deutsch lernen. In der Kita erhält eine Familie keine Informationen, weil sie sie nicht versteht. Inklusion würde funktionieren, wenn in der Kita grundsätzlich alle Erzieherin englisch sprechen könnten und Informationen in vielen Sprachen angefertigt werden. Ja, das ist Arbeit. Aber Inklusion ist ein Grundrecht!

Inklusion in der Schule

Ja, auch hier kann Inklusion gelingen. Ich denke wir müssen anfangen, die Studiengänge der Lehrer zu reformieren und mehr sonderpädagogische und heilpädagogische Anteile mit reinnehmen. Alle Kinder können in einer Grundschule eingeschult werden, unabhängig vom Entwicklungsstand oder anderweitiger Diagnosen. Die Klassen müssen individuell angepasst werden, an die Mischung der Schüler. Unterstützend zur Klassenlehrerin können weitere Sonderpädagoginnen oder Sonderpädagogen, Erzieherinnen oder Pflegekräfte eingesetzt werden. Die Lehrer haben die Aufgabe die Lerninhalte in verschiedenen Niveaus vorzubereiten, so wie es auch in all den altersübergreifenden Klassen gemacht wird. Die Kinder, die Unterstützung benötigen, erhalten diese von den zusätzlichen Lehrkräften. Jede Klasse muss einen Nebenraum haben, in dem Gruppenarbeiten stattfinden können. Oft kommt jetzt die Anmerkung:“Es gibt aber die Schüler, die das nicht können…mit so vielen Kindern und…“. Ja, die gibt es auch. Aber der Trick an Inklusion ist in meinen Augen, dass auf die einzelnen Schüler eingegangen wird. Klar passt sich ein Mensch mit einer Autismusspektrumstörung nicht unauffällig in eine 25-er Klasse ein. Individuell meint hier, dass wir schauen, was dieses Kind benötigt, um mit allen anderen lernen zu können. Und wenn das bedeutet, dass er einen Einzelplatz hinter einer Wand hat oder einen Gehörschutz trägt, dann ist das ok. Der Mensch ist ein soziales Wesen, wir brauchen soziale Kontakte. Und auch hier muss ich sagen, dass das viel Arbeit ist. Aber die müssen wir leisten, denn Inklusion ist ein Grundrecht!

Ich bin mir sooo sicher: Wenn wir Gelder und Ressourcen umverteilen, wenn wir den Lehrplan der Lehramtsstudenten und das Schulsystem reformieren und mutig sind, kann Inklusion gut werden!

Wie erlebt ihr die Inklusion heute? Welche Berührungspunkte habt ihr mit Inklusion oder Ausgrenzung?

Allgemein

Schwierige Schwiegermutter? – Teil II – Tipps

6 Tipps für eine gute Beziehung zu deiner Schwiegermutter

Letztens habe ich einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem es darum geht, wieso es zwischen Schwiegertöchtern und Schwiegermüttern immer wieder zu Knatsch kommt. Ich hatte dir versprochen, dass ich dich nicht im Regen stehen lasse. Es gibt tatsächlich ein paar Kniffe, die du anwenden kannst – dann klappts auch mit der noch so nervigen Schwiegermutter. Versprochen.

Hier gehen nochmal liebe Grüße raus an meine Schwiegermutter, die wirklich toll ist! Danke für deine Unterstützung!

Was du tun kannst, um besser mit deiner Schwiegermutter klarzukommen

Hier kommen 5 Tipps, mit denen du das Kriegsbeil mit deiner Schwiegermutter begraben kannst.

1) Abgrenzung

Der wichtigste Tipp kommt direkt am Anfang: Lerne deine eigenen Grenzen kennen und stecke sie ab! Uns Frauen schreibt man viele Eigenschaften zu, die uns leer saugen. Wir sollen sozial, hilfsbereit und aufopferungsvoll sein und am Besten sagen wir nie NEIN. Einige von uns haben Angst davor, nicht mehr gemocht zu werden oder jemanden zu verletzen. Und dabei verletzen wir uns oft selber am meisten.

Abgrenzung bei der Arbeit ist auch schwer, jedoch können wir uns dort an Gesetzen oder Tarifverträgen orientieren. Im Familienleben gibt es solche Gesetze nicht. Also müssen wir unsere Grenzen selber finden, indem wir zum Beispiel vorsichtig heran tasten. Bis wohin fühlt es sich gut an? Ab wann habe ich ein komisches Bauchgefühl? Spätestens hier solltest du eine Grenze ziehen, also eine kleine Mauer bauen, um dich zu schützen. Wenn du das Gefühl hast, deine Schwiegermutter überschreitet oft deine Grenzen und sorgt so dafür, dass es dir nicht gut geht, dann Grenzen dich ab. Deine Schwiegermutter kennt deine Grenze ja noch nicht, bisher hat sie niemand darauf aufmerksam gemacht, dass sie überhaupt existiert. ABER: Bleib dabei freundlich und diplomatisch. Es kann auch helfen, Alternativen anzubieten:

„Nein, wir möchten, dass die kleine Anna mit 12 Wochen noch nicht auswärts schläft. Komm doch stattdessen am Montag vorbei und geh eine halbe Stunde mit ihr spazieren.“

oder

„Vielen Dank, aber du musst nach der Geburt nicht bei uns einziehen. Könntest du stattdessen ein paar Mahlzeiten für uns vorkochen und einfrieren.“

So kannst du deine persönliche Grenze abstecken und deine Schwiegermutter kann trotzdem helfen.

2) Besser kommunizieren

Du kannst auch die ein oder andere Bombe erfolgreich entschärfen, wenn du dir gewisse Formulierungen ab- bzw angewöhnst. Diese Sätze werden als Killerphrasen bezeichnet und sind nie gut für ein nettes Gespräch. Sie sind gut um ein Gespräch im Keim zu ersticken. Aber wenn du das wollen würdest, würdest du den Artikel ja nicht lesen. Folgende Sätze solltest du aus deinem Wortschatz streichen:

  • „Immer machst du…“
  • „An deiner Stelle würde ich…“
  • „Darum“
  • „Das ist wieder typisch…“
  • „Hast du keine anderen Probleme“
  • „Wir machen das immer so…“
  • „Ich glaube sowieso nicht, dass…“

Sprich über dich und nicht über sie! Wenn du sogenannte Du-Botschaften verwendest, fühlt sich das an, wie eine Anklage. Sprichst du über dich, in sogenannten Ich-Botschaften, machst du deine eigenen Wünsche deutlich und grenzt dich ab.

  • „Ich verstehe nicht, was du sagst“ statt „Du redest Blödsinn“
  • „Ich ärgere mich, weil…“ statt „Du hast das falsch gemacht“
  • „Ich wünsche mir, dass…“ statt „Du sollst…“
  • Ich wäre erleichtert, wenn du…“ statt „Du hast schon wieder nicht…“

3) Wertschätzen

Deine Schwiegermutter ist älter als du. Sie hat mehr und andere Lebenserfahrung gesammelt. Sie hat Kinder groß gezogen. Deinen Mann, ihren Sohn. Und so ganz verkehrt kann das nicht gewesen sein, immerhin liebst du ihn. Vielleicht hat sie unter der Rollenaufteilung in ihrer Ehe gelitten, sich als Einzige im Ort einen Namen in ihrem Job gemacht oder ohne Internet die Baby-, und Wochenbettzeit überlebt. Auch sie hat Erfahrungen. Klar, die bindet sie dir vielleicht oft genug ungefragt auf die Nase, aber vielleicht sind da auch Erfahrungen dabei, von denen du profitieren kannst. Ich finde, all das verdient ein wenig Wertschätzung. Jeder Mensch hat ein Mindestmaß an Wertschätzung verdient, jeder hat irgendetwas gutes hervorgebracht. Sie freut sich sicher, wenn du das mal erwähnst. DU kannst in jeder Situation die Stimmung etwas heben, indem du dich überwindest. „Du, wie bist du eigentlich damals mit dem Schlafmangel ausgekommen?“ oder „Mein Butterkuchen wird immer irgendwie matschig, kennst du da einen Trick?“. So gibst du deiner Schwiegermutter (die dir wirklich eine große Hilfe sein kann) Wertschätzung und das Gefühl wichtig zu sein.

4) Ironie und Spiel

Tja, es gibt sie aber tatsächlich, die schwierigen Fälle. Es gibt eindeutig auch schwierige Schwiegertöchter, es ist nie nur der eine Part schuld. Aber das wollte ich dir nicht verschweigen. Wenn deine Schwiegermutter trotz der anderen Tipps immer noch unerträglich ist, du aber trotzdem gewissen Situationen überstehen musst, hilft dir vielleicht ein kleines Spiel oder Ironie. Wie wärs wenn du entweder alleine oder vielleicht gemeinsam mit deinem Mann während des Besuchs eine Hitliste der ungebetenen Tipps erstellt? Oder du verleihst einen gedanklichen Pokal, den du dir bitte auch bildlich vorstellst, für den unsinnigsten Kommentar? Oder du kommentierst all das mit einem Hauch Ironie, aber bitte dennoch freundlich. Du fragst dich sicher, wie das geht. „Danke Hildegard, jetzt weiß ich endlich, wieso Justin immer schreit. Bisher dachten alle, er wäre ein Schreikind. Dabei hat er nur Hunger. Wie konnten wir das übersehen?“ oder „Das nächste mal mache ich für dich dann besser Lachshäppchen“ (wenn ihr dein Kuchen nicht mundet, zuviel oder zu wenig Zucker enthält oder oder oder.

5) Omas Haus, Omas Regeln

Ein anderer Punkt, der oft für Zank sorgt, sind Regeln. Beispielsweise dürfen die Kinder zuhause 30 Minuten am Tag fern sehen oder zwei Süßigkeiten am Tag.

Bei Oma wird dann einfach ein ganzer Film geschaut oder eine komplette Tüte Gummibärchen vernascht. Da schwillt so mancher Mama der Kamm. Sollten die Kinder nur zu Besuch bei Oma sein und dort nicht regelmäßig stundenlang betreut werden, dann überlegt es euch doch mal. Wie war es damals, als ihr noch Kinder ward? Gab es da bei Oma nicht auch mal ein zweites Eis? Wir haben uns irgendwann überlegt, dass es in Ordnung ist, wenn bei den Großeltern andere Regeln gelten. Viele Eltern befürchten, dass die Kinder sich dann plötzlich zuhause zu lechzenden Zuckervampieren entwickeln. Aber Kinder können durchaus, auch schon sehr früh, verstehen, dass es Unterschied zwischen Oma und zuhause gibt. Bei uns gilt deswegen „Omas Haus – Omas Regeln“. Wenn Oma die Verantwortung trägt, darf sie auch entscheiden, was passiert. Außer es hat weitreichende Konsequenzen (Schulwechsel, Taufen lassen) oder ist gesundheitsschädlich (Honig für Säuglinge oder Schnuller in Zucker und Rotwein tauchen). Aber wenn eure Schwiegereltern so etwas machen, dann sollten sie sowieso keine Kinder betreuen.

6) Kontaktabbruch

Und als allerletztes, wenn wirklich gar nichts mehr geht, dann hilft nur noch ein Kontaktabbruch. Wenn der Punkt erreicht ist, an dem du dich oder deine Kinder schützen musst, dann hilft auch nichts anderes mehr. Ein Kontaktabbruch muss auch nicht für immer sein. Manchmal muss einfach eine bestimmte Phase überwunden werden, damit es gemeinsam weitergehen kann. Du solltest dann entscheiden, wie du mit den Kindern darüber sprichst. Dürfen die Kinder die Schwiegereltern weiter besuchen? Solltest du alleine einen nicht-klärbaren Streit mit den Schwiegereltern haben, ist esnicht fair, auch den Kindern den Kontakt zu erschweren. Du zeigst wirklich wahre Größe, wenn du es schaffst zu differenzieren.

Wenn du der Meinung bist, dass auch eure Kinder keinen Kontakt haben sollten, (das hast du ganz sicher gemeinsam mit deinem Mann entschieden) dann besprich das mit ihnen. Auch wenn es sicher viele Gegenstimmen gibt, bin ich immer für angemessene Ehrlichkeit, statt Lügen. Wie wäre es, den Kindern zu erklären, dass Mama und Papa mit Oma und Opa Streit haben und sie deshalb nicht mehr besucht werden? Kinder verstehen mehr, als wir Eltern glauben. Und gerade deswegen sollten sie nur mit den nötigen Infos versorgt werden. Wenn ihr euch irgendwann wieder für Kontakt entscheidet, könnt ihr dann sagen, dass Mama, Papa, Oma und Opa sich wieder vertragen haben. Das lehrt die Kinder so viel!

Du bist nicht alleine schuld, aber du kannst etwas ändern!

Natürlich weiß ich, dass du als Schwiegertochter nicht alleine für Streit oder Unstimmigkeiten verantwortlich bist. Bestimmt fragst du dich, wie ich hier unzählige Tipps habe, mit denen DU die Stimmung verbessern kannst. Das scheint vielleicht unfair, aber ich gehe davon aus, dass eher Schwiegertöchter, als Schwiegermütter diesen Blog lesen. Sollte deine Schwiegermutter Fragen haben oder auch ein paar Kommunikationsvorschläge wollen, dann gelten all die Tipps genauso für sie. Sie darf mich aber gerne kontaktieren.

Wie verstehst du dich mit deiner Schwiegermutter? Hast du noch Geheimtipps, wie du besser mit deiner Schwiegermutter klarkommst?