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Campingurlaub mit drei Kindern

10 Gründe, mit der Familie Wohnmobil-Urlaub zu machen

Wir haben wirklich schon alles ausprobiert: Skiurlaub, Zelten, Cluburlaub und Familienhotel. Im letzten Jahr haben wir uns ein Wohnmobil gekauft und wissen: Das isses!

Man muss dem Campen natürlich schon irgendwie offen gegenüber stehen, wir als Pfadfinder tun das.  Unser Wohnmobil ist ein Sun Traveller von Knaus und hat eine Vierer-Sitzgruppe, einen Alhoven und eine seitlich-gerichtete Sitzbank. Wir sind ausgestattet mit einer Solaranlage und können damit mehrere Tage autark stehen, so dass wir nicht auf Campingplätze angewiesen sind. Aber dann kannst du mit dem Wohnmobil wirklich eine tolle Zeit haben.

Und weil ich davon so überzeugt bin, habe ich dir hier 10 Gründe aufgeschrieben, wieso Wohnmobilurlaub auch für euch das richtige sein kann. Vielleicht packt dich ja die Lust.

Günstig Urlaub machen

Mit dem Wohnmobil kann man generell sehr günstigen Urlaub machen. Allerdings muss man hierfür ein paar Punkte beachten. Generell kann man sich Wohnmobile mieten. Wer sich allerdings in der Hochsaison eines bei einem professionellen Verleiher mietet und dann auf einem 5-Sterne-Campingplatz steht, der wird dabei nicht sparen. Der Verleih bei einem Händler bietet aber auch Vorteile, das möchte ich nicht verschweigen.

Wenn du allerdings auf Stellplätzen übernachtest, dir privat ein WoMo leihst oder dir ggf. eines kaufst, kann dies ein Schnäppchen werden. Der Kaufpreis des Wohnmobils ist natürlich kein Pappenstiel, rechnet man jedoch die Dauer der Nutzung …..!Bei den Mahlzeiten greifen wir gern auf lokale Geschäfte zu und kochen viel selber. Hin und wieder essen wir natürlich auch in Restaurants.

Le Pin Sec

Selbstbestimmte Mahlzeiten

Besonders in den Clubanlagen hatten wir oft ein Problem mit den Essenszeiten. Oft waren wir für das Frühstück zu spät dran und einen Wecker stellen wollten wir auch nicht. Seit wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, frühstücken wir nach dem Aufstehen, haben Snacks am Tag und essen am Abend etwas Warmes. Wirklich schön finde ich es auch, dass es in nahezu jeder Region Märkte gibt. Dort kann man super frische, saisonale und lokale Speisen probieren. In Frankreich gibt es Abendmärkte, zu denen man einen kleinen Tisch und Stühle mitbringt. Gemeinsam mit Einheimischen und anderen Touristen kann man dann zu Musik verschiedene Köstlichkeiten kaufen und direkt verspeisen.

Mega-Stimmung – Marché nocturne de Vensac

Sich auf das Nötigste beschränken

Sich auf das Nötigste beschränken? Das soll ein Grund für Wohnmobilurlaub sein? Ja! Denn im Wohnmobil können wir wirklich nur das Nötigste mitnehmen. Wir haben einfach zu wenig Platz für ALLES und außerdem wollen wir unser Schätzchen nicht überladen. Ich finde es ist eine gute Übung um herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Wir waschen zwischendurch auf Campingplätzen oder auch mal mit der Hand, so müssen wir nicht so viel Kleidung mitnehmen. Für einige bedeutet das, die Komfortzone zu verlassen. Und das ist eigentlich immer eine Lernerfahrung:)

Entspannte Anreise

In unserem Wohnmobil haben wir vorne zwei ganz normale Sitze und hinten eine vierer-Sitzgruppe. Die zur Fahrtrichtung gerichteten Sitze haben Dreipunktgurte, die beiden anderen Beckengurte. Aus diesem Grund sitzt einer von uns Erwachsenen immer hinten, während eines der Kinder vorne sitzt. Hinten wird dann Siedler von Catan (Kartenspiel) Kosmos 740221 CATAN – Das schnelle Kartenspiel, Taktik und Schnelligkeit, ab 8 Jahren, oder andere Reisespiele gespielt. Das hat bei uns dazu geführt, dass die Fahrten schon ein Highlight sind. Das Kind, das vorne sitzt, ist eigentlich immer happy. Vorne wird dann gequatscht, gesunden oder ein Hörspiel gehört. 

Müde Kinder

„Am Ende des Tages sollen deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein“

Wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, sind wir viel draußen. Es gibt ja auch kein bequemes Sofa. Und wenn die Kinder den ganzen Tag draußen durch die Gegend rennen und Abenteuer erleben, sind sie abends platt. Nach einem ereignisreichen Tag gehen wir noch zum Zähneputzen und dann fallen sie fast automatisch in ihre Kojen. Ein Wohnmobilurlaub ist fast schon ein Garant für ausggleichene Kinder.

Alles ganz individuell  

Wir haben unser Wohnmobil, sie heißt übrigens Molly, mittlerweile ganz nach unseren Bedürfnissen eingerichtet. Und das ist wirklich was achönes am Wohnmobil, denn du kannst deine eigene kleine Wohnung mitbringen. Nach jedem Urlaub tüfteln wir rum und überlegen, was wir austauschen, optimieren können oder anschaffen sollten. In diesem Jahr fährt zum Beispiel mein neuer Perkolator GSI Outdoors Unisex-Glaicer Percolator mit Silikongriff, 6 Becher, gebürsteter Edelstahl mit auf seine Jungfernfahrt.

Neue Menschen kennenlernen

Der „normale“ Camper (also nicht die, die mit Schlachtschiffen inklusive eigenem Swimmingpool und Heimkino) ist von Natur aus schon ein sehr geselliger Typ. Welcher Camper kennt diese Szene nicht: Du kommst an, die Kids springen raus und entern den Spielplatz, während du versucht ein Zelt/Vorzelt/irgendwasanderes zum Stehen zu bringen. Plötzlich hat man rund sechs sachkundige Nachbarcamper um sich stehen, die neben Kommentaren auch ihre tatkräftige Unterstützung anbieten. RuckZuck ist jedes noch so widerspenstige Gerät zum aufgebaut. Obwohl man sich nicht kennt, begrüßt man sich mit Adiletten, Klopapier und Kulturbeutel bewaffnet, mit einem freundlich-mürrischen „Moin“. Die Grundstimmung ist immer erst positiv. Außer es handelt sich um Dauercamper, aber das ist ein anderes Thema. Soviel Kontakt bekommt man niemals in Clubanlagen. Aber gut, man muss das auch wollen. Wer dem entfliehen will, plant eben die Ausrichtung des Wohnmobils dementsprechend. Ach ja, während die Erwachsenen sich abrackern, haben die Kinder ganz flott neue Freunde gefunden. Und dabei spielt die Sprache keine Rolle. Gespielt wird international.

Wahnsinnig spontan sein

Weißt du, was ich liebe? Freitags von der Arbeit zu kommen, ein paar Anziehsachen ins WoMo zu schmeißen und loszufahren. Das Wetter ist schön? Dann lass uns nach Holland zum Meer fahren oder an den See. Seit dem wir das Wohnmobil haben, haben wir richtig viele schöne Gegenden kennengelernt. Wie viele herrliche Plätze es hier im Umkreis gibt, ist uns seitdem klar. Und so freuen wir uns auf die kommende Saison und sind froh, dass unser Terminkalender nicht mehr so voll ist, wie in der Vorweihnachtszeit. Weil wir beide viel arbeiten, brauchen wir immer wieder mal Abstand vom Alltag und den holen wir uns, indem wir einfach mal weg sind.

An den tollsten und abenteuerlichsten Orten schlafen

Lieblingsmoment: Nach der ersten Nacht im Urlaub aufwachen und realisieren, wo man grade ist.

Ein entscheidender Vorteil von einem Wohnmobil gegenüber einem Wohnwagen oder einem Zelt ist, dass man an so vielen zauberhaften Orten einfach mal stehen bleiben kann über Nacht. In einigen Ländern darf man überall dort übernachten, wo es nicht verboten ist. In Deutschland und den meisten Nachbarländerndarf man auf ausgewiesenen Wohnmobilstellplätzen übernachten. Manchmal handelt es sich nur um gewöhnliche Parkplätze, was als Zwischenstop auf der Durchreise mal ok ist. Aber es gibt auch ganz viele Stellplätze, die richtig toll gelegen sind. In England haben wir mal direkt am Strand gestanden, in Frankreich direkt über den Klippen der Normandie. Das ist einmalig und geht nur mit einem Wohnmobil.

Zähneputzen direkt am Strand!

Unsere Bedürfnisse zählen

Ja, für mich hat das eindeutig schon was von Entschleunigung. Grade wenn wir längere Urlaube machen, halten wir auf dem Weg öfter an und bleiben einfach mal ne Nacht stehen. Und wenn wir irgendwo sind, wo es uns gefällt, dann bleiben wir. Wenn es uns nicht gefällt, fahren wir weiter. Es läuft wirklich so, wie nur wir das möchten.

Für uns war das wirklich die beste Entscheidung, denn wir können so fast komplett bestimmen, wie unser Urlaub läuft. Wir können spontan schauen, wo das Wetter gut ist. Für diesen Sommer stehen Slowenien, Frankreich und Schweden auf dem Plan und wir werden kurz vor Abfahrt die Wetterlage checken und dann entscheiden. Wenn dich der Reisebericht unserer Jungfernfahrt mit Molly nach England interessiert, kannst du meinen Gastbeitrag bei Kati von Kuchen, Kind und Kegel lesen.

Fahrt ihr auch gerne zum Camping? Überlegt ihr euch, ein Wohnmobil zu kaufen? Wie macht ihr Urlaub mit Kindern?

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